Aortenthrombose bei der Katze

Regelmäßiger Check up kann Leben retten!

 

Aortenthrombose, was ist das?


Darunter versteht man ein Blutgerinnsel, das die Hauptschlagader der Katze auf Höhe der Hinterbeine verstopft. Dadurch wird die Durchblutung der Hinterbeine be- bzw. verhindert.


Wie kommt es dazu?


Für die Entstehung eines Thrombus sind meist Erkrankungen des Herzmuskels, sog. Kardiomyopathien verantwortlich. Veränderte Strömungsverhältnisse des Bluts im Herzen begünstigen die Bildung von Blutgerinnseln. Wird ein Thrombus in die Aorta ausgeschwemmt, so bleibt er meist an deren Aufzweigung zu den Hinterbeinarterien hängen.


Wie äußert sich das?


Typischerweise können die Katzen plötzlich ihre Hinterbeine nicht mehr bewegen und schreien extrem. Die Mangeldurchblutung führt zu starken Schmerzen, die Hinterbeine fühlen sich kalt an und die Pfotenballen sind bläulich verfärbt. Meist ist kein Puls an den Hinterbeinen mehr zu ertasten.


 Was ist zu tun?


Sofort Kontakt zur Praxis aufnehmen!


Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

 

Es gibt Versuche, die Blutgerinnsel mit Medikamenten aufzulösen oder gar chirurgisch zu entfernen, allerdings geht es den Katzen bei der Vorstellung in der Praxis meist so schlecht, dass etwa 50 bis 70 Prozent der Katzen die erste Phase der Krankheit nicht überleben.

Gelingt es den Thrombus aufzulösen, so kann sich aufgrund der ursächlichen Herzerkrankung ständig ein neuer Thrombus bilden.

Daher ist die Langzeitprognose meist ungünstig.

Mitunter ist es gnädiger, die Katze frühzeitig von ihrem Leid zu erlösen.

Zudem kann es Monate dauern, bis die Katze ihre Gliedmaßen wieder bewegen kann, vielfach bleibt eine Störung der Nervenbahnen zurück.


Kann man der Erkrankung vorbeugen?

 

Eine unmittelbare Prophylaxe gibt es nicht. Wird allerdings die zugrunde liegende Herzkrankheit rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, so kann das Risiko für eine Aortenthrombose deutlich gesenkt werden.

 

Daher gilt: Regelmäßiger Check up in der Praxis, kann Leben retten!


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