Idiopathisches Vestibularsyndrom- Kein Grund zur Panik!

Was ist das?

 

Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Gleichgewichtorgans (Vestibularorgan).

 

Sitz des Gleichgewichtes ist das Innenohr.

Seine Aufgabe ist es, dem Gehirn die Position des Körpers im Raum zu übermitteln. Anhand dessen werden nun die Bewegungen des Körpers abgestimmt. Ist diese Orientierung im dreidimensionalen Raum gestört, kann das Gehirn die Bewegungen des Körpers im Raum nicht mehr koordinieren.


Bitte auf keinen Fall verwechseln!


Da die Auswirkungen einer vestibulären Störung beim Tier den Symptomen eines menschlichen Schlaganfalls sehr ähnlich sind, verwenden manche Tierärzte den irreführenden Begriff „Schlaganfall“ in der Erklärung für den Tierbesitzer.


Dies führt aber häufig zu Missverständnissen, was die Prognose der Erkrankung angeht.

Ein Schlaganfall ist ein Hirninfarkt in Folge von Durchblutungsstörungen. Dabei kommt es zum Absterben von Gehirnzellen.


Dies geschieht beim Vestibularsyndrom keinesfalls!!!!

Ein Vestibularsyndrom stellt keinen Grund zur Euthanasie dar, auch wenn es zu Beginn sehr bedrohlich aussieht.


Wer ist betroffen?

 

In der Regel tritt das Krankheitsbild bei älteren Patienten auf, daher wird es auch als geriatrisches Vestibular-Syndrom bezeichnet.

 

Hinweis: es gibt auch andere Arten von Vestibularsyndromen z.B. das zentrale VS. Diese haben aber andere Ursachen und finden in diesem Artikel keine Berücksichtigung. Also bitte nicht verwechseln!


Wie kommt es dazu?


Noch gibt es keinen ersichtlichen Grund (daher die Bezeichnung "idiopathisch") für diese Erkrankung, lediglich Theorien über die Entstehung.


Wie sieht das Krankheitsbild aus?

 

Das erschreckende an dieser Erkrankung ist, dass sie ganz plötzlich auftritt. Der eben noch völlig normal erscheinende Hund, hat plötzlich Mühe, geradeaus zu laufen, läuft im Kreis, schwankt und erscheint desorientiert. Unter Umständen kann er sich nicht aus eigener Kraft erheben und zeigt deutlich sichtbare Kopfschiefhaltung. Das Vollbild der Erkrankung kann sich innerhalb weniger Sekunden bis Minuten entwickeln.

 

Typisch ist auch der auftretende Nystagmus. Dabei handelt es sich um ein ruckartiges Wackeln des Augapfels (siehe Video).

 

Durch das gestörte Gleichgewicht und das Schwindelgefühl entwickeln die Patienten oftmals Übelkeit und erbrechen sich oder speicheln.

 


Wie wird es diagnostiziert?

 

 

Die Diagnose erfolgt anhand der typischen Symptome und des Alters des Patienten. Allerdings müssen beispielsweise schwerwiegende Ohrentzündungen, Fremdköper, Tumore und Infektionskrankheiten als Krankheitsursache ausgeschlossen werden.

 


Was ist zu tun?

 

 

Da die Krankheitsursache nicht genau bekannt ist, gibt es keine ursächliche Therapie.

Allerdings kann die gezielte symptomatische Behandlung die Auswirkungen des Vestibular-Syndroms lindern.

 

Bei sehr schwer betroffenen Tieren ist eine Infusionstherapie sinnvoll, um die Kreislauf- und Durchblutungssituation zu verbessern. Spezielle Medikamente stoppen Übelkeit und Erbrechen.


Wichtige Tipps zum Umgang!

 

Eine wichtige Säule der Therapie stellt die häusliche Pflege und Ruhe dar.

 

Die Tiere sollten nach Möglichkeit auf dem Boden liegen oder stehen. Der Kontakt zum Boden bietet Orientierung und Stabilität.

 

Kleine Hunde sollten nicht einfach hochgehoben werden, da dadurch die Symptomatik verstärkt wird. Vor dem Hochheben sollte (ähnlich wie beim Säugling) der Kopf erst fixiert werden (z.B. durch Heranziehen an den Körper), da so eine Verstärkung des Drehschwindels verhindert wird.

Manchmal ist es auch hilfreich, den Körper in eine Decke einzuwickeln.

 

Nachts sollte man dem Patienten das Licht anlassen. Mit geschlossenen Augen verstärkt sich in der Regel der Schwindel und die Möglichkeit eine Lichtquelle zu fixieren bietet Linderung.

 

Oft können die Hunde ohne Hilfe nicht alleine fressen oder trinken, da durch den Schwindel der Weg zum Fressnapf oder dessen genaue Lokalisierung schwierig wird. Die Fütterung von Hand hilft dem Hund.

 

Man sollte unbedingt darauf achten, dass sich die Tiere im häuslichen Umfeld nicht verletzen können und sie beim Spaziergang so gut es geht unterstützen.


Was man vermeiden muss/sollte!

 

Betroffene Tiere sollten nur im äußersten Notfall sediert werden.

 

Es dürfen keine Flüssigkeiten ins Ohr gegeben werden (keine Reiniger, Ohrmedikamente).


Wie ist der Verlauf?

 

Die Besserung tritt nach Stunden bis 3 Tagen ein, so dass es ein wenig Geduld von Seiten der Tierbesitzer bedarf. Oft sind es zunächst nur kleine Fortschritte. So verschwindet der Nystagmus meist schon nach einigen Tagen.

 

Innerhalb von 2-3 Tagen ist in der Regel bereits eine Besserung feststellbar, die sich dann kontinuierlich fortsetzt. Häufig ist das Vestibular-Syndrom beim Hund nach spätestens 2 Wochen abgeklungen.

 

Die meisten Tiere genesen vollständig.

 

In Einzelfällen können kleine Einschränkungen wie eine leichte Kopfschiefhaltung zurückbleiben. Das Tier wird dadurch aber nicht beeinträchtigt und durch Physiotherapie ist das Problem häufig auch zu korrigieren.

 


Rezidive = wiederholtes Auftreten

 

Rezidive sind extrem selten!!

 

Sie können u. U. durch manche Inkontinenzmedikamente ausgelöst werden.

 

Rezidivprophylaxe!

  • keine kalten Flüssigkeiten in die Ohren geben!
  • betroffene Tiere sollten nicht mehr auf Flugreisen mitgenommen werden
  • man sollte beispielsweise schnelle Seilbahnfahrten o.ä. vermeiden, dann dann ein starker Druckunterschied auftritt


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Kommentare: 165
  • #1

    nicole (Freitag, 03 April 2015 13:30)

    Wie oft und in welchen Abständen kann es wieder auftreten? Mein fast 15 jähriger Jack russel Mix hatte es letztes Jahr 2x?

  • #2

    Reuter (Mittwoch, 15 April 2015 17:30)

    Leider kann man dazu keine Aussage treffen, da ja Ursache und Auslöser unbekannt sind. Es kann aber immer mal wieder auftreten.

  • #3

    Diane Kolagasi (Sonntag, 24 Mai 2015 12:11)

    Jetzt an Pfingsten hatte meine 12 Jahre alte Huendin genau diese beschriebenen Symptome.
    Da ich erst nach den Feiertagen wieder einen Tierarzt kontaktieren kann, mache ich mir Sorgen.
    Der Anfall dauerte einige Sekunden, Kopfschiefhaltung , konnte nicht laufen, zittern, hecheln, ausserdem ging Kot ab. Danach schlief sie.
    Ich will nicht das sie vorschnell wegen Schlaganfall eingeschlaefert wird.
    Aber wenn die Diagnose schwierig ist...

  • #4

    Pauline Oefele (Donnerstag, 28 Mai 2015 12:22)

    Habe euren Bericht in FB gelesen und die Symptome werden wirklich ausführlich erklärt. Ich wäre froh gewesen, wenn ich den Artikel vor diesem schrecklichen Tag gekannt hätte. Mein altdeutscher Schäferhundrüde hatte das Vestibularsyndrom mit 9 Monaten (drei Tage nach einer Bauch-OP)! Er brauchte ca. ein halbes Jahr um vollständig gesund zu werden.

  • #5

    Tokarski Bernhard (Sonntag, 05 Juli 2015 19:35)

    Mein Paul, Zwergpinscher hat es gerade (7 Jahre alt). Wird aber schon etwas besser. Das Augenflackern ist weg, aber auf einem Auge kann er nicht bliseln - da bekommt er alle 2 Stunden Augen-Tropfen. Schiefhaltung des Kopfes ist noch sehr stark und er knn ohne Hilfe kaum gehen.

    Meine zwei Fragen: welche Medikamente helfen Ihm, um die Genesung zu fördern?
    Welche vorbeugenden Maßnahmen kann man treffen, damit das nicht wieder vorkommt?

  • #6

    Red (Sonntag, 23 August 2015 11:59)

    Unser fast 17jähriger Willi hatte vor 11 Monaten ein schweres vestibuläres Syndrom, von dem er sich aber sehr schnell erholte, sogar viel schneller als viele Erfahrungsberichte hier beschreiben (so ist er halt...Strassenhunde sind öfter so zäh). Seit gestern hat er es wieder bekommen, diesmal scheint es aber weniger stark zu sein (was ich natürlich nicht genau weiß, da ich nicht weiß, ob es jetzt schlimmer oder besser wird). Was mir wichtig ist: 2 Dinge braucht der Hund jetzt (natürlich nach gestrig nächtlichem Tierarzt-Notbesuch): Unsere Geduld und viel Ruhe. Drückt uns die Daumen für gute und schnelle Genesung.

  • #7

    Emil (Donnerstag, 12 November 2015 19:09)

    Danke für die Informationen. Die Klinik ist bei unserem Goldi identisch.
    Ich hoffe, dass er mit seinen 14 Jahren wieder vollständig genesen wird.

    Emil

  • #8

    Sven Daum (Donnerstag, 03 Dezember 2015 00:39)

    Hallo, meine Lucia hat es mit gerade mal 6 Jahren erwischt. Es hatten sich ca. 3 Tage vorher min. 3 Minianfälle von 30 sek. ergeben in denen sie plötzlich aufsprang und durch die Gegend torkelte, aber sie hat sich schnell wieder beruhigen lassen. Ich befürchtete schon, das sich epileptische Anfälle ergeben würden! - Aus dem Schlaf heraus am frühem Morgen hatte sie dann einen Anfall aus dem sie nicht herauskam und das Gleichgewicht nicht mehr halten konnte. Die Augen rotierten wie verrückt, also ab in die Klinik wo sie Infusion bekam und Blutuntersuchungen gemacht wurden. Das Angebot einer MRT-Untersuchung habe ich zum Glück abgelehnt, denn wie beschrieben hat sich mit Infusionen, viel Liebe und Ruhe, bzw. Unterstützung schon am nächsten Tag das Augenzucken beruhigt. Langsam aber stetig ging es auch immer besser mit dem Laufen, so dass sie heute am Ende des 3. Tags schon wieder sehr gut unterwegs ist. Alles wackelt noch, aber nachdem ich schon das Schlimmste befürchtet habe, ist es ein schönes Gefühl zu sehen wie sie sich erholt. Also, am Anfang ist es ganz schlimm, aber ich hoffe für alle, dass sie sich wieder schnell erholen.

  • #9

    Klaus Polz (Dienstag, 08 Dezember 2015 09:16)

    Danke für den Film. Meine 12 jährige Huskita-Hündin hat es heute morgen erwischt. Ich dachte zunächst an einen Schlaganfall, aber die Tierärztin in der Klinik hat es mir erklärt. Der Film hilft mir jetzt, mich darauf einzustellen, was mich erwartet, wenn sie wieder aus der Klinik kommt.

  • #10

    Jasmin (Donnerstag, 17 Dezember 2015 01:11)

    Unser Hund ist 14 Jahre alt, hat grauen Star und ist taub. Er hat die beschriebenen Vestibularsymptome... Der Kopf ist schief, er schwankt, frisst nur aus der Hand, trinken geht regelmäßig.
    Donnerstag ist er vom Sofa gefallen, dachten dass er sich nur etwas verstaucht hat...er hat etwas gehumpelt, es ging ihm aber bis Sonntag morgen wieder gut. Er konnte springen, laufen alles kein Problem. Sonntag Abend setzten die oben erwähnten Symptome ein, wir sind Montag zum Tierarzt er bekommt seit dem täglich Vitamin B und ein Schmerzmittel gespritzt. Heute hat er noch Karvisan bekommen. Dem Hund kann sein Geschäft selbstständig verrichten und eine kurze Runde laufen.

    Der TA legt uns aber nahe den Hund einschläfern zu lassen,weil noch keine wirkliche Besserung eingetreten ist. Hat uns auch schon am Montag auf Euthanasie aufmerksam gemacht. Dienstag hieß es es gäbe eine Besserung. Heute hieß es wieder, dass man sich überlegen sollte ihn gehen zu lassen. Was tun? Der Hund will Leckerli, freut sich wenn jemand kommt....er wirkt nicht so als hätte er keinen Lebenswillen mehr.
    Er sieht etwas aus wie der Hund in dem oberen YouTube Video an Tag 4.

    Vielen Dank im voraus

  • #11

    Roland Wickenkamp (Dienstag, 22 Dezember 2015 18:55)

    Unsere 13-jährige Hündin 'Rukie' hat das Vestibularsyndrom anhaltend seit 3 Tagen. Sie hatte im November schon einmal einen kurzen Anfall, der aber sehr schnell vorüber ging.

    Am ersten Tag war es sehr schlimm, denn sie konnte sich kaum auf den Beinen halten und torkelte sehr stark herum und fiel häufig hin.
    Allerdings blieb sie dabei ruhig und zeigte auch sonst keine Anzeichen von Angst. Sie frisst und trinkt jetzt gut. Wasser lässt sie 4x am Tag und macht auch einmal täglich ein Häufchen. Sie läuft draußen wie drinnen einige Schritte ohne unsere Unterstützung. Wir benutzen draußen wie im Video von Pepsi ein Geschirr und stützen sie, wenn sie torkelt. Wir haben überall im Haus Teppiche ausgelegt, so dass sie guten Halt hat.

    Wir müssen sie allerdings auf allen Wegen begleiten und aufpassen, wenn sie sich schütteln will. Dabei kippt sie immer noch um - ist ja auch leicht zu verstehen.

    Wir haben ganz tolle und einfühlsame Tierhomöopathen, auf deren Rat wir subkutane Injektionen von homöopathischen Mitteln vornehmen. Das scheint zu helfen.

    In vielen Beiträgen wird die Geduld der Menschen angesprochen - Geduld mit allem ist unbedingt erforderlich. Auch Ruhe im Haus und viel Schlafen wirkt sich positiv aus. Rukie's Lebenswille ist auf jeden Fall sichtbar und wir denken heute am dritten Tag der Erkrankung noch lange nicht ans Gehenlassen. Wir müssen aber viel Geduld und Zeit aufwenden. Die Besserung tritt bei Rukie sehr langsam ein. Wir sind aber guter Dinge!

    Solange ein Hund noch frisst, Herrchen und Frauchen erkennt und seine Geschäfte macht und sich einigermaßen bewegen kann, ist Lebenswille zu erkennen. Wir haben schon Abschied von einigen Haustieren und auch Pferden nehmen müssen. Alle haben uns gezeigt, wenn sie die Kraft zu Leben verloren hatten.

    Ihr kennt eure Tiere doch lange genug - verlasst euch auf euer Gefühl!

  • #12

    Phönix (Montag, 28 Dezember 2015 23:39)

    Einen Hund wegen Gleichgewichtsstörungen einschläfern? Niemals. Ich selber leide seit fast 20 Jahren anfallsweise mehrmals jährlich unter solchen Gleichgewichtsstörungen. Nach einigen Tagen/Wochen ist alles vorbei und das Leben hat die gleiche Qualität wie vorher. Sollte einer meiner Hunde jemals solche Symptome entwickeln, würde ich niemals in Erwägung ziehen, den Hund einschläfern zu lassen. Bei mir besteht ein enger Zusammenhang zwischen Gleichgewichtsstörung und dem Kontakt zu Hunden, die mit Spot ons behandelt wurden.

  • #13

    Monika Thallinger (Sonntag, 03 Januar 2016 16:28)

    Mein Rusty wird 13 und hatte es im September 2014 zum ersten Mal. Es war ein schwerer Verlauf und dauerte Monate bis er sich einigermaßen erholt hatte.
    Leider sind die Gleichgewichtsstörungen nicht vollständig zurückgegangen. Auch die Kopfschiefstellung ist nicht ganz verschwunden. Besonders bei Stress sind beide Symtome da.
    Er hat sehr gute Tage, da läuft und hüpft er durch den Garten und freut sich des Lebens. Aber auch schlechte die mich sehr fordern.
    Mein Rusty ist ein Familienmitglied und mir würde nicht einfallen, nur weil er unbequem ist, ihn einschläfern zu lassen. So lange er keine Schmerzen hat darf er bleiben, egal wie anstrengend es für mich ist.
    Wer ist in der gleichen Lage und kann mir Tipps geben?

  • #14

    Monika Thallinger (Sonntag, 03 Januar 2016 16:41)

    Den Eintrag von Phönix finde ich gut. Meine 80jährige Mutter hat auch Gleichgewichtsstörungen und kann ohne Hilfsmittel nicht mehr gehen. So eine Behinderung ist zwar nicht schön, aber darum ist das Leben trotzdem schön.

  • #15

    sherin (Samstag, 16 Januar 2016 02:39)

    Und heute habe ich diese Erfahrung machen müssen...kurz vorm gassigang fing der Kopf meines 17jahre alten mischlings wie wild sich zu drehen.ich spürte aber sofort das er versuchte den zustand selbst wieder im griff zu bekommen.also fuhren wir sofort zur Tierklinik und dort sprach man auch nicht gleich das schlimmste aus, sondern wollte uns vermitteln jegliche Geduld zu bewahren und Angst erstmal wegzuschieben was natürlich sich als sehr schwierig erschien.jetzt einige std.später hat es sich ein wenig gebessert.ich fühle mit meinen kleinen und doch grossen Schatz und bin stolz auf diesen tollen Hund, dass er trotz innerlicher unruhe die nerven behält.wenn der Patient das schafft, dann wir ja wohl auch!also räumen wir mal in unsere leben eine grössere Toleranzgrenze ein, die uns vielleicht auch genauso stark macht aber auch zugleich uns vor dumme Fehler bewahrt.ich werd mal sehen ob es ihm besser geht in wenigen std.und vertraue mal dem Gefühl vom Hund was er mir ausserhalb noch vermittelt. Das klappt wenn man eher mit dem Herzen sieht als wie nur mit den Augen. Ich werde mich in den nächsten tagen melden.also bis dann.

  • #16

    Monika Thallinger (Montag, 18 Januar 2016 02:55)

    Liebe Sherin, das mit Deinem Hund tut mir sehr leid. Ich wünsche Dir und Deinem kleinem Schatz viel Kraft und Geduld. Was Dein Hund jetzt braucht ist viel Zuwendung und Ruhe. Alles Liebe euch Beiden.

  • #17

    Charlotte Weigelt (Dienstag, 19 Januar 2016)

    Hallo Monika. Ich habe einen 16 Jahre alten Jack Russel der auch Rusty heißt. So ein Zufall. Er hatte kurz vor Weihnachten diese ganzen Symptome wie oben beschrieben. Die Tierärztin hat gleich gesagt das es wieder vorüber geht. Sie hat Recht behalten, aber Rusty ist seitdem nicht mehr der alte. Entweder sind es immer noch Nachwirkungen oder er hat einen Demenzschub erlitten. Oft ist er orientierungslos und findet seinen Weg nicht zurück den er schon ganz viele Male gelaufen ist. Er verhält sich ganz anders als vorher. Viele die ihn sehen haben gleich gesagt, ich soll ihn einschläfern lassen und mir nochmal eine zweite Meinung von einem anderen Tierarzt einholen. Also war ich in der Tierklinik. Der Arzt hat ihn nicht mal untersucht, sondern gleich gesagt, er würde diesen alten Hund einschläfern lassen. Er hätte ja ein schönes langes Leben gehabt und alles weitere würde nur mein Geld kosten. Ich habe es aber nicht übers Herz gebracht und ihn wieder mitgenommen. Es ist wirklich anstrengend an manchen Tagen. Ich bin Berufstätig und meine Mutter hat ihn dann. Er ist teilweise sehr unruhig und läuft hin und her, manchmal zwei Stunden. Aber er frisst und wenn ich komme freut er sich ein Loch in Bauch. Ich könnte ihn nicht einschläfern lassen. Wie jemand oben geschrieben hat, solange er noch frisst und Freude zeigt, bleibt er bei mir. Ich werde mal Coffea D 12 gegen die Unruhe geben. Andere Tipps habe ich leider nicht. Allen wünsche ich eine gute Zeit mit ihren Hunden!

  • #18

    Monika Thallinger (Dienstag, 19 Januar 2016 22:20)

    Hallo Charlotte, danke für Deine Rückmeldung. Mein Rusty ist ein Jack Russel Mischling und dass ich ihn einschläfern lassen soll höre ich auch immer mal wieder von tierlosen Menschen. Aber so lange er keine Schmerzen hat und sich des Lebends freut, darf er bleiben. Die Meinung dieses Tierarztes, dass Geld ein Kriterium zum Einschläfern ist entsetzt mich. Ich wünsche Dir, Rusty und auch Deiner lieben Mama alles Gute.

  • #19

    Dietmar König (Donnerstag, 28 Januar 2016 18:06)

    Hallo Frau Doktor mein Hund ist eine Americanische Bulldoge Rüde mit 11 Jahren er war bis vor drei Wochen voll in Ortnung und über Nacht fing er an zu schwanken fiel um stolperte herum war im Kopf aber da frass hat normal Wasser getrunken. Als ich zu meinem Tierarz ging wurde das Syndrom Diagnostiziert, wenn ich aber darüber lese wird da immer beschrieben das noch 2Wochen eine deutliche Besserung eintritt ich behandle meinen Hund seit ca 20 Tagen und es wird nicht besser heute zum Beispiel kann er garn nicht.laufen Mann muss im helfen ich habe das Gefühl es wird schlechter nicht besser er ist aber nach wie am saufen und dessen interessiert und klar im Kopf meine Frage kann es sein das es länger dauert oder muss ich mit schlimmeren rechnen. Bitte helfen Sie mir mit ihrer Meinung meine E Mail Dietmar-Koenig@hotmail.de im Voraus vielen Dank. Telefon 01714958846

  • #20

    Caraola Hauf (Donnerstag, 25 Februar 2016 16:33)

    Unsere Vizsla 8 hahre alt hat seit fünf Monaten ständig so ein Vestibularsyndrom ich nenne es immer einen Anfall ist echt schrecklich doch unser Tierarzt sagt das das manche Hunde noch viel schlimmer hätten als unserer. Doch macht mir eins Kopfzerbrechen sie bekommt das regelmäßig alle drei vier Wochen das kann ja auch nicht normal sein ich lese hier immer ein zwei mal im Jahr wer hat so ähnliche Erfahrungen gemacht ?
    Gruß Carola Hauf

  • #21

    Agnes (Freitag, 26 Februar 2016 15:55)

    Hallo Carola,
    meine 15jährige Hündin hatte letzte Woche auch ihren zweiten Anfall, ca. sechs Wochen nach dem ersten.
    Sie hatte sich vom ersten Mal noch nicht zu 100% erholt, hielt öfter den Kopf schief und stolperte manchmal beim spazieren gehen.
    Diesmal war es immerhin nicht ganz so heftig, auch diese Augenbewegungen fehlten zum Glück.
    Ich fürchte, man kann wohl nicht allzu viel machen, außer evtl. B-Vitamine und Karsivan geben.

    Da ich selber chronisch krank und alleinstehend bin ist es für mich nicht gerade einfach mit einem kranken Hund von 17 kg.
    Aber weil meine Kleine keine Schmerzen hat, sich noch immer auf ihr Futter stürzt, gerne rausgeht und durchaus noch Lebensfreude zu haben scheint, werde ich mich auf das Leben mit einem "gehandicapten" Hund einstellen.
    Das heißt, ich will ihr das Leben noch stressfreier als bisher machen, lange Autofahrten vermeiden, Urlaubsreisen sind gestrichen, und was sonst noch zu Aufregung führen könnte. Zum Gassi gehen trägt sie ein stabiles Geschirr mit zwei Bauchgurten für besseren Halt, so kann ich sie besser unterstützen. Über glatte Böden wird sie nun getragen.
    Ich gehe nur relativ kurze Wege mit ihr, so dass ich sie im Notfall zum Haus oder Auto tragen kann, und lasse sie noch öfter in den Garten raus.
    Daheim habe ich eine Art "Laufstall" für sie eingerichtet. Das ist eigentlich ein Welpenauslauf aus Nylongewebe, in dem sie ein gemütliches Nest hat in dem sie auch gerne liegt. Unter der kuscheligen Decke liegen flächendeckend Inkontinenzunterlagen, für den Fall dass sie noch mal ihr Wasser nicht halten kann. So mache ich nicht nur ihr, sondern auch mir das Leben leichter.
    Wir lernen gerade beide, mit dieser Erkrankung umzugehen, bzw. sie zu akzeptieren. Umso schöner, wenn sie sich doch noch komplett regeneriert und es nicht mehr vorkommen sollte. :-)

    Ich wünsche Euch und Vizsla alles Gute! Hoffe sie erholt sich wieder vollständig.

  • #22

    JoeS Mama (Freitag, 26 Februar 2016 17:44)

    Mein Hund Joe,Labbi 13 Jahre alt, hatte am 13.2. den ersten Anfall, direkt in die Tierklinik, ging schnell vorbei, dann in der Nacht von Montag auf Dienstag der nächste. Er hielt stundenlang an. Direkt in Tierklinik, 4 Tage Tropf, am dritten Tag war das augenzucken weg. Habe mir direkt eine Weste gekauft, die obendrauf einen Tragegriff hat, Da ist rundum geschützt und ich kann ihn damit gut halten. Das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Jetzt kann man jeden Tag kleine Fortschritte erkennen. man freut sich über alles. Es käme mir nie in den Sinn, mein Baby aufzugeben. Ja, es ist anstregend! Aber solange der Hund Lebenswillen zeigt und eine Lebensqualität hat, lohnt es sich. Ich werde das Video jetzt mal teilen.Wissen schützt bei falschen Diagnosen und Tierärzten die leider keine Ahnung haben. Ich hatte Glück.

  • #23

    Ilona (Montag, 29 Februar 2016 13:49)

    Möchte mich für diesen Film rechtherzlich bedanken ,denn er hat mir die Angst genommen .Unsere Ina 13 1/2 Jack Russel Mix bekam am Samstagmorgen nach dem Spaziergang diese beschriebenen Syntome. Wir sind gleich zum Tierarzt , Heute Montag sieht die Welt schon wieder besser aus ,sie frißt fast selbstständig ,wackelt nicht mehr so stark hin und her und die Augen haben sich auch beruhigt. Hoffe es geht so weiter und sie erholt sich vollkommen !

  • #24

    carola (Montag, 29 Februar 2016 22:16)

    Guten Abend hier erfahre ich das es vielen Hundehalter so geht wie uns mit Ihrem Liebling dachte nicht das das so verbreitet ist . Wir hatten vorher schon einmal einen Hund einen Dobermann der wurde 13 Jahre alt da war nie so was deshalb waren wir auch echt fertig nach dem ersten Anfall . Unsrer Hündin geht es wieder besser bin froh nur essen will se noch net so hoffe das das wieder kommt . Und hoffe das der nächste Anfall ewig auf sich warten lässt im besten Fall gar nicht mehr kommt .

  • #25

    Marion u. Achim Müller (Montag, 28 März 2016 16:03)

    Hei. Also uns hat es super geholfen eure Artikel zu lesen. Genau vor 1 Woche hat unser Hund tessi ( geschätzte 13 ) genau diese geschilderten Symptome angezeigt. Röntgenaufnahme, Ultraschall, Blut machten keine Aussage. Dann sahen wir im Internet zufällig den Artikel über "vestibula " . Da passte dann alles. Beim nächsten Mal beim doc war dann auch schnell alles klar . Bekommt jetzt Vitamin B u.das Medikament karvisan für bessere Durchblutung. Donnerstag wieder zum doc. Inzwischen kann sie wieder ganz gut gehen . Heute morgen die 1.etwas größere runde. Toll! ! ! ! Heute mittag auch. Nur Pippi machen wie ein Junge klappt noch nicht, aber schließlich ist sie auch ein Mädel. Plötzliche Bewegungen bringen sie auch noch ins schwanken . Was sie u.auch wir noch vermissen, es klappt noch nicht wieder mit Couch und Bett. Aber da wird mein wohl was bauen, da muss halt der BauMarkt endlich öffnen. Jedenfalls sind wir froh das es schon mal soweit ist. Vor allem bin ich auch froh eure Artikel gelesen zu haben. Wollte ich erst gar nicht machen. Wollte mich nicht verrückt machen. Deshalb habe ich jetzt auch geschrieben, um so auch anderen Mut zu machen. Es grüßen Achim, marion u.natürlich tessi

  • #26

    Achim u. Marion Mueller (Freitag, 01 April 2016 14:26)

    Hallo nochmals. Waren gestern nochmals beim doc. Die ersten Anzeichen kamen bei ihr ja so knapp vor 2 Wochen. Heute sieht man noch eine etwas schiefe Kopfhaltung u.wenn sie zu schnell gehen will, kippt sie noch zur Seite. Ebenso plötzliche Drehungen klappen nicht . Kann sein, das sie damit jetzt leben muß. Da sie sonst aber an allem wieder Interesse zeigt ( schnüffeln, spazieren gehen, vor allem auch fressen, ) ist sie für uns wieder die alte . Ach so, das Medikament karvisan zur Durchblutung halten wir natürlich bei. So wollen wir hoffen sie noch lange bei uns zu haben. Alles Gute für euch die auch betroffen seit. Die 3 Müllers

  • #27

    Siggi Marbaise (Mittwoch, 13 April 2016 21:30)

    Unsere super aktive Hündin Lucky 16 Jahre alt, hat sich am 18.03.2016 plötzlich Abends nicht mehr auf den Beinen halten können.Beim schütteln mit dem Kopf kippte sie sofort um,der Kopf stand schief, es war ein Trauerspiel. War am Tag vorher noch 2,5 Std mit ihr und unserem 5 Jährigen Bruce auf Tour, alles wie immer. Man kann sich vorstellen wie es der armen Maus ergangen ist, ihre Augen gingen ganz schnell von rechts nach links, sie wollte trinken und schaffte es nicht bis zum Napf, haben ihr Wasser und Fressen hingehalten das sie dankbar annahm. Sie hat sehr viel getrunken und gegessen, erbrochen hat sie sich Gott sei Dank nicht. Samstag Morgen habe ich gedacht es geht zu Ende mit Ihr, habe sie geschnappt und bin unter Tränen zum Doc, er wollte mir keine Diagnose nennen und meinte es sei etwas neurologisches, ich wollte es genauer wissen, und er hat gesagt es könnte ein Schlaganfall sein, da ich schon meine Jessy ( 16 Jahre) an einem Schlaganfall verloren habe, dachte ich sofort oh je jetzt muss sie eingeschläfert werden, aber der Doc sagte Nein, wir versuchen erstmal mit einer Spritze und Blutverdünner. Wir haben dann gegoogelt und kamen auf das Vestibularsyndrom,Montag sollte ich wiederkommen. Lucky ging es schon viel besser, sie konnte vom Auto bis zur Praxis ganz langsam gehen, habe sie am Geschirr geführt so konnte sie nicht umkippen. Der Doc hat ihr noch Tabletten zur Blutverdünnung mitgegeben, die bekommt sie einmal am Tag. Wir sind dann Donnerstag zur Nordsee gefahren und mit jedem Tag ging es unserer Maus besser. Wir haben ihr extrem viel Ruhe zukommen lassen, viel Geborgenheit und Sicherheit. Die Treppe läuft sie nur rauf , runter tragen wir sie, Sturzgefahr, Heute 3,5 Wochen nach dem Anfall ist sie fast wieder genesen. Sie jagd wieder mit Bruce rum, Spaziergänge 1 Std geht auch wieder. Ich hoffe sie bleibt uns noch ein paar Jahre erhalten. Siggi & Stefan & 8 Pfoten

  • #28

    Daniel Theiler (Donnerstag, 14 April 2016 08:14)

    Hallo zusammen
    mein kleiner Schatz ONYX (14-jähriger Powder-Puff) hat wohl in der Nacht vom letzten Donnerstag auf Freitag dieses Schicksal ereilt. Bin dann am Freitag auch in die Klinik gefahren. Untersuche wie oben beschrieben wurden gemacht. Tropf bis Samstag-Mittag. Da war dann eine kurze Besserung zu sehen. Seit Sonntagmittag jedoch liegt er nur noch herum, Muss ihn füttern und tränken. Aufstehen geht leider noch gar nicht, da sein Kopf nach unten hängt und er
    immer wieder hinfällt.
    Gebe ihm seit zwei Tagen jetzt Kamillen-Fenchel-Tee und Vitamin-B-Komplexe....
    Wer hat noch einen guten Rat für mich ?
    Danke für Eure Unterstützung. Onyx und Dani

  • #29

    Daniel Theiler (Donnerstag, 14 April 2016 08:15)

    Bin etwas durcheinander:
    Eure Tipps bitte an
    danitheiler@bluewin.ch

  • #30

    Sabine (Sonntag, 17 April 2016 15:11)

    Hallo Dani,

    mein 13jähriger Schäferhund-Mix hat ihren ersten Anfall im Oktober 2016, 1 Tag Infusion und Vitamin-B-Komplex, bis heute zur Durchblutungsförderung Karsivan. Sie hatte eine leichte Kopfschiefhaltung behalten und ab und zu beim Schütteln Gleichwichtsprobleme. Am 3. April 2016 hatte sie nun ihren 2. Anfall. Diesmal war sie 2 Tage an der Infusion. Die Ärztin hat mir gesagt, die Augenbewegung sollte nach 3 Tagen und die Kopfprobleme nach 3 Wochen verschwunden sein. Das normale Laufen kann 3 Monate dauern. Jetzt nach 2 Wochen torkelt sie immer noch, Treppen laufen ist Stress für den Hund. Die Krankheit kann dem Hundebesitzer viel Geduld abverlangen.

  • #31

    Ines Burkhardt (Mittwoch, 04 Mai 2016)

    Meiner zeigt seit 3 Tagen keine Besserung

  • #32

    Susi Sorglos (Mittwoch, 04 Mai 2016 22:20)

    Hallo, mein Tierarzt ist noch vom alten Schlag und hat vielleicht noch nie was vom Vestibulärsyndrom gehört. Meine Hündin bekam vor 3 Tagen auch die Gleichgewichtsprobleme, sie ist fast 15 Jahre alt. Er sprach von einem Schlaganfall oder einer Mittelohrentzündung.
    Er hat ihr Tabletten mitgegeben, Phenylbutazon und Prednisolon. Ist es okay, ihr die zu geben oder kann ihr das schaden?
    Danke, Susi.

  • #33

    Sabina Boucher (Montag, 09 Mai 2016 14:40)

    Hallo Susi,

    wenn es wirklich das Vestibulärsyndrom ist, sind Infusionen absolut sinnvoll. Diese sollten aber unverzüglich erfolgen.
    Meine Schäferhündin hatte mittlerweile 3 Anfälle.
    Sie bekommt Karsivan ( 2 mal täglich morgens und abends), ebenso Vitamin B Tabletten.
    Auf Verdacht auch noch Enadog (blutdrucksenkend, Entlastung des Herzmuskels). Dies sollte aber auf jeden Fall mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
    Wichtig ist auf jeden Fall, dass man das Krankheitsbild genau bestimmt ( plötzlich auftretender
    Schwindel, torkelnder Gang, desorientiert, Augenflimmern.... um nur einige Symptome zu nennen).
    Man braucht viel Geduld und das Tier vor allem Ruhe und Fürsorge.
    Stress unbedingt vermeiden.... und das nach Möglichkeit bei einem alten Hund für den Rest seiner Tage.
    Aber die Mühe lohnt sich.

  • #34

    Monika Render (Dienstag, 17 Mai 2016 10:38)

    Hallo alle zusammen
    Meine Mischlingshündin Bessy hat seid gestern Nachmittag die Symptome
    Wir dachten dann auch an einen Schlaganfall
    Sind dann schnell zum Tierarzt gefahren
    Er hat dann auch die Diagnose Vestibulares Syndrom festgestellt
    Hatte ihm noch gesagt das sie andauernd mit den Augen flackerte
    Was sein Verdacht bestätigt hatte
    Sie bekam Cortison und Antibiotika
    Um eine eventuelle Entzündung entgegen zu wirken
    Heute morgen geht es ihr nicht so gut und sie will nicht fressen
    Treppen geht sie nicht runter aber rauf
    Muss heute Nachmittag noch mal zum TA
    Man Sitz nur hilflos neben dran und kann im Grunde nichts machen

  • #35

    Manuela (Dienstag, 17 Mai 2016 14:30)

    Hallo,
    meine Schäferhund-Mischlingshündin hatte im Dezember 2015 den ersten, schweren Anfall. Klinik, Infusionen, Karsivan etc. Zu Hause ging es ihr dann innerhalb einer Woche verhältnismäßig gut. Der Kopf blieb auch nach 4 wochen noch schief aber ihr Gang war fast gerade aus. Jetzt, vor vier Wochen hatte sie den 2. Anfall. Nicht gar so schlimm wie der 1. aber obwohl es schon vier Wochen her ist, geht es ihr nicht wirklich besser. Manchmal kann sie kurze Stücke geradeaus laufen und an manchen Tagen gehen noch nicht mal 5 meter ohne Wanken. Sie bekommt weiterhin Karsivan. Der Kopf hängt schief, sie ist stellenweise desorientiert und ich habe manchmal das Gefühl, sie sieht mich nicht richtig. Der TA hat die Augen untersucht. Alles ok. Sie schnüffelt an einer Ecke und läuft dann den eben gegangenen Weg wieder zurück. Leckerlis, die auf dem Boden liegen, findet sie eher per Zufall als gezielt danach zu lecken. Bin total am Ende. Beim ersten aber schwereren Anfall war sie viel schneller wieder genesen als jetzt beim zweiten schwacheren Anfall. Ihr könnt mich bestimmt verstehen und wisst, wie sehr man als Halter mitleidet. Würde am liebsten nur noch bei ihr sein. Habe alles weggeräumt, wo sie gegenlaufen könnte, Erleichterungen wo es möglich ist aber es wird und wird nicht besser. Überall liest man, nach 2-3 Wochen nur noch Kopfschiefhaltung. Hat jemand auch nach über 4 Wochen kaum Besserungen? Hab grad das Gefühl, den einzigen Hund zu haben bei dem die Genesung so lange dauert.

  • #36

    Brigitte burscheid nrw (Mittwoch, 18 Mai 2016 08:17)

    Meine Hündin Luna hat dieses Syndrom zum 2. Mal.diesmal hechelt sie viel ist unruhig und bekommt Herzrasen.der Anfall ist nicht so stark wie beim 1.mal aber die Genesung dauert länger.Ich hoffe sie erholt sich wieder,dass Augenflackern kommt und geht . Es tut weh seinen Hund so zu sehen und man fühlt sich hilflos.sie ist gerade 14.jahre alt geworden. Ich wünsche allen eine gute Besserung und vie Kraft und Geduld.

  • #37

    Anne (Sonntag, 29 Mai 2016 13:10)

    Unsere 16jährige Hündin hatte vor zwei Wochen den ersten Anfall. Der hat sich über Nacht völlig aufgelöst. Wir dachten sie hätte sich an dem Tag überanstrengt. Es war sehr heiß draußen und das verträgt sie schlecht. Dann vor vier Tagen fiel sie plötzlich um und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Nahm man sie hoch schwenktender Kopf und die Augen hin und her als befände sie sich auf hoher See. Armer Schatz! Beim TA dann das volle Programm: Cortison, Infusion und was gegen die schreckliche Übelkeit. Am nächsten Morgen kann sie aufstehen und auch wackelig loslaufen. Leider frißt sie nichts und heute am 4. Tag trinkt sie auch nichts mehr.
    Wir sind untröstlich. Können diesen lieben Gefährten nicht leiden sehen.
    Morgen wollen wir es entscheiden ob wir sie gehen lassen. Wir sind unendlich traurig ....

  • #38

    Anne (Montag, 30 Mai 2016 09:43)

    Ich bins noch mal. Schrieb gestern! Unsere Daphne darf leben. Gestern Nachmittag stand sie plötzlich auf und fraß etwas von dem gebratenen Hühnchen. Auch Wasser hat sie drei Mal getrunken! Wir sind so froh. Auch der Schwindel ist fast ganz zurückgegangen. Wollte gestern zu Ihrer Lieblingspipiwiese gehen, zwar langsam aber sichtbar stolz das sie das geschafft hat.
    Auch wenn sie noch nicht über den Berg ist, dafür frisst sie zu wenig und ist ziemlich schlapp, so soll mein Beitrag allen Lieblingsbesitzern mit dem Vestibural Syndrom Hoffnung geben.
    Gebt nicht zu schnell auf!!! Es kann sich schnell wieder alles zum Guten wenden und der treue Freund bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten.

  • #39

    Anne (Samstag, 11 Juni 2016 20:18)

    Möchte noch einmal meine Erfahrungen weitergeben. Daphne hat sich in 3 Wochen fast vollständig erholt. Es kommt uns vor wie ein Wunder!!!
    Nie hätten wir das in der ersten Woche zu hoffen gewagt. War natürlich ziemlich zeitaufwendig den alten Hund zu pflegen. Alleine könnten wir sie nicht lassen. Hab manchmal 3 mal täglich neues leckeres Diätfutter gekocht in der Hoffnung sie frißt es. Ganz langsam kam der Appetit wieder. Auch das raustragen war nicht ohne. 13 kg kann man tragen, aber nach Tagen merkt man das doch im Kreuz. Alles vergessen! Sie frißt jetzt nicht nur gekochtes Essen sondern auch wieder gerne ihr spezielles Diät Trockenfutter, läuft schnell und gerne und wir sind alle froh das sie noch bei uns ist. Auch Lotte, das ist unsere Katze, ist sichtlich erleichtert. Sie geht nämlich immer mit Gassi und das hat sie sehr vermisst.

  • #40

    carola (Dienstag, 14 Juni 2016 16:07)

    Guten Tag ich möchte mich mal wieder zu Wort melden unsere Viszla Hündin Akira hatte ja alle drei vier Wochen so einen Vestibularsyndrom Anfall sie bekommt jetzt Täglich 2 mal 1 Tablette Karvisan und sie hatte seit fünf Monaten keinen Anfall mehr da sind wir froh und hoffen das das so bleibt .

  • #41

    Susanne Pusch (Freitag, 17 Juni 2016 16:22)

    Unsere 14 Jahre alte Lucy leidet seit dem 13.06.16 am Vestibulärsydrom. Das Augenzucken ist vorbei, und sie versucht mit unserer Hilfe (Geschirr) kleine Gänge zu machen. Leider hat sie immer noch keinen Appetit und hat seit Montag (13.06.) kaum etwas gefressen. Wir füttern mit der Hand und bieten ihr ihre Lieblingsleckerlies an. So gut wie ohne Erfolg. Was kann man machen?

  • #42

    Matthias (Samstag, 25 Juni 2016 15:21)

    Verliert den Mut nicht und behaltet die Ruhe! Meine 16-jährige Hündin hatte am letzten Sonntag einen schlimmen Anfall. Mittlerweile ihr vierter. Diesmal war's besonders schlimm. Die Augen bewegten sich unkontrolliert nach oben und sie ist immer wieder umgefallen. Sie war natürlich schlimm panisch dabei.
    Und was soll ich sagen, nach nun 7 Tagen geht sie wieder mit mir an der Leine spazieren, hat einen kleinen Drift nach rechts aber sie ist zurück im Leben. Nach drei Tagen hörten die Augenbewegungen langsam auf und von dem Moment an, ging's deutlich bergauf.
    Mein Tierarzt meinte, bei ihm sei noch kein Hund am Vestibular Syndrom gestorben.

    Auch wenn man es anfänglich nicht glauben kann: Ruhe, Fürsorge und Geduld lassen dieses Schreckgespenst tatsächlich so gut wie verschwinden. Vielleicht bleibt noch eine leichte Schiefhaltung des Kopfes zurück, viel mehr aber nicht.

  • #43

    Micky 15 Jahre Scherpenseel (Dienstag, 28 Juni 2016 13:45)

    Es fängt wieder an wie vor 13 Monate. Nun ist Micky 15J. und 3 Monate.
    Vor 2 Wochen konnte er nicht mehr laufen oder stehen. Bandscheibenvorfall.
    1 Woche später Darmentzündung . Nun ein riesen Wunder ist geschehen, er kann nach einer Behandlung der Bandscheibe Dr. Neumann Aachen wieder stehen und langsam gehe.
    Doch er bekommt erneut dieses Syndrom noch dabei. Er will aber laufen und wedelt mit seiner Rute. Er ißt und trinkt. Ich bin mir sicher wenn er das wieder wegbekommt wird er wieder gesund.

  • #44

    Heike (Donnerstag, 30 Juni 2016 09:31)

    Hallo, meine Galgo Espanol Hündin (15 Jahre) bekam gestern diesen Anfall, beim Spaziergang torkelte sie nur noch. Ich fuhr auch sofort mit ihr zum Tierarzt, die erste Arztin schien komplett überfordert und die zweite teilte mir das mit Vestibulär Syndrom mit. Zuhause habe ich dann noch eine Freundin angerufen, welche auch Tierärztin ist und diese hat mich beruhigt. Heute Nacht hat sie fest geschlafen, aber sie will nicht fressen und trinken, habe sie gerade mit einer Päppelspritze gefüttert und getränkt, sie ist aber furchtbar wackelig. Heute Nacht habe ich ihr eine Windelhose angezogen. Das war auch gut. Sie verrichtet aber das Geschäft im Garten, wenn man sie hält.. Dank Eurer vielen Einträge bin ich optimistisch, sie möchte aufs Sofa und gestern Abend wollte sie unbedingt mit ins Schlafzimmer. Vielen Dank für den Erfahrungsaustausch

  • #45

    Tierarztpraxis Dr. Bettina Reuter (Donnerstag, 30 Juni 2016 09:40)

    Hallo Heike,
    wenn der Hund nicht selber fressen mag, dann ist der häufigste Grund dafür die Übelkeit. Daher sollte man unbedingt mit entsprechenden Medikamenten dagegen vorgehen.
    Jeder dem schon schwindelig war weiß, dass es einem ziemlich überl sein kann. Bei den Hunden mit Vestibulärsyndrom ist das nichts anderes.

  • #46

    Patricia (Donnerstag, 30 Juni 2016 23:56)

    Hallo,meinem Hund Murphy 4 Jahre alt ( Labrador)ist es vor zwei Tagen genauso ergangen. Genau die gleichen Symptome wie eure Hunde. Bin nach dem Anfall der ca eine halbe Std. dauerte gleich zum Tierarzt.Er hat dann auch alles gemacht um eine andere Krankheit auszuschließen.Mein Hund hat sich aber nach 2 Tagen wieder erholt.Bekommt jetzt auch ein Durchblutungsförderndes Medikament fürs Gehirn.Dieser Bericht und das video hat mir sehr geholfen.Auch die Berichte der einzelnen.Nun kann ich beim nächsten Mal , hoffe ich etwas ruhiger sein.Hoffentlich gibt es kein nächstes mal mehr.Wünsche allen viel Glück

  • #47

    Micky aus Scherpenseel (Freitag, 01 Juli 2016 09:45)

    Schlaf schön mein lieber Freund,
    Vielen Dank für 15 Jahre !!!
    Am 1.7.2016 ist unser toller Junge erlöst worden.

  • #48

    Patricia (Freitag, 01 Juli 2016 12:32)

    Hallo Micky! Das tut mir aber leid,da er ja doch noch gekämpft hat. Aber ich denke er hatte schöne Jahre bei euch. Und 15 Jahre ist ja super.Lieber Gruß und auch eine Träne Patricia mit Labbi Murphy

  • #49

    Patricia (Freitag, 01 Juli 2016 12:40)

    Sorry Micky war ja der Name deines Hundes.Aber ich denke du hast es verstanden

  • #50

    Rose (Freitag, 01 Juli 2016 21:05)

    Hallo, meine fast vierzehn jährige Labrador-Hündin hat vor 9 Wochen das Westibular-Syndrom diagnostiziert bekommen und sich nach wenigen Tagen und bisschen Schwanken sehr gut erholt gehabt. Vorgestern kam es leidr wieder und diesmal war es heftiger. Sie hat gespeichelt, die augen verdreht, ist ständig umgefallen etc. In der Tierklinik hat sie über Nacht Imphusion bekommen und seit gestern pflege ich sie auf eigenen Wunsch zuhause. Sie schläft sehr viel, ist sehr instabiel auf den Beinchen und bekommt ihr Futter im Bettchen. Die Tierärztin in der Klinik hat ihr aber keine durchblutungsfördernden Medikamente aufgeschrieben, sondern lediglich etwas gegen Übelkeit. Sollte ich evtl. zum Haustierarzt gehen und danach fragen? Sie kann wie gesagt kaum laufen, aber ansonsten scheint sie zufrieden zu sein. Ich habe leider auch in der wohnung überall Laminat-Boden, was das Rutschen noch schlimmer macht. Sie traut sich also kaum noch zu gehen. Ich helfe ihr natürlich mit dem Brustgeschirr und Draußen mag sie auch nicht laufen, lediglich zur Wiese im Hof. Hat jemand evtl. einen Tipp, wo ich und welche Antirutschmatten für Laminatboden bekommen könnte, um es ihr zu ermöglichen wieder etwas sicherer auf den Beinchen sein zu können? Ich bin für jeden Tipp dankbar und sende liebe Grüße,
    Rose

  • #51

    Patricia (Freitag, 01 Juli 2016 21:22)

    Hallo Rose!Erstmal tut es mir leid das es dein Hund auch bekommen hat.es ist ja schon etwas erschreckend wie oft es doch vorkommt.Zu den Antirutschmatten kann ich dir empfehlen mal bei Amazone zu schauen, die haben das bestimmt. Wegen dem Durchblutungsfördernden Medikament würde ich mal bei deinem Tierarzt anfragen und die Situation schildern.Oder gleich einen Termin machen.Mein Labbi hat es bekommen.Gruss Patricia

  • #52

    Tierarztpraxis Dr. Bettina Reuter (Samstag, 02 Juli 2016 10:46)

    Also die durchblutungsfördernden Mittel sind kein Muss und mann kann auch nicht wirklich sagen, ob sie die Situation des Verstibularsyndroms verbessern, aber man kann damit bei jedem alten Hund gute Unterstützung liefern. Also einfach den Kollegen drauf ansprechen.
    Was das Rutschen angeht, kann man sich z.B. mit den Toe Grips gut behelfen. Die gibt es bei uns in unserem Shop www.rehashop4animals.de
    Oder aber mit Stoppersocken für Kinder.

  • #53

    Steffi (Dienstag, 05 Juli 2016 21:05)

    Unsere Hündin (12 Jahre) hatte vor 6 Tagen so einen Anfall,der Horror es ging nichts mehr. Joy konnte nicht aufstehen,fiel sofort um,Kopf total schief und die Augen flackerten wie irre. Unser Tierarzt meinte es wäre ein Schlaganfall aber wenn ich das hier so lese scheint es ja keiner gewesen zu sein.....zum Glück!

    Sie bekam 2 Tage einen Tropf und jetzt auch Blutverdünner. Etwas hat es sich gebessert,sie frißt,trinkt,geht allein in den Garten um sich zu lösen. Sie ist immer noch sehr wackelig unterwegs aber fällt kaum noch um,nur wenn sie sich sehr freut oder zu schnell aufgestanden ist.

    Ich hoffe das es ihr bald wieder gut geht. Und ich bin allen die hier gepostet sehr dankbar mir meine Angst etwas genommen zu haben.

    Alles denen das selbe passiert ist wünsche ich alles Gute und viel Geduld

    LG Steffi und Joy

  • #54

    Gaby (Donnerstag, 07 Juli 2016 13:03)

    Alles Liebe und viel Kraft an die, deren Fellnasen auf dem Weg der Besserung sind.
    Unser Schäferhund (12 Jahre) hat es leider nicht geschafft.
    Am Montag fing er plötzlich an sich im Kreis zu drehen, stark zu hecheln und fiel dann, nachdem er wie aufgelöst im Garten umhergelaufen ist ständig um. Wir ab zum Tierarzt. Dort fiel uns auf, das sich seine Augen wie verrückt auf und ab bewegt haben.
    TA hat schnell die Diagnose Vestibular-Syndrom gestellt. Nach 2 Tagen Infusion und allerei anderen Spritzen, hatte sich zwar das Augenzucken gebessert, aber er konnte sich überhaupt nicht aufrichten. Man hat ihn mehr durch die Praxis gezogen, als man ihn zu uns gebracht hat, als das er sich auf seinen Pfoten gehalten hat.
    Muss dazu sagen , er hatte Spondylose und einen verhärteten Gracillis - Muskel. Auf Grund dessen hatte die Muskulatur schon extrem abgebaut. Eine weitere Woche im Liegen hätte ihn noch mehr geschwächt. Als ich meinen Hund gesehen habe war mir klar was zu tun ist. Hier ging es nicht darum, sich für irgendeiner schweren Aufgabe zu drücken ( wie bringt man einen 40 KG Hund der nicht laufen kann vor die Tür zum Pinkeln ? ) sondern um das Wohl meines heißgeliebten Freundes. Mache mir natürlich Gedanken, ob die Entscheidung zu früh war, aber ein Blick in seine Augen hat mir den richtigen Weg gezeigt.
    Also hört auch auf eure pelzigen Kumpels. Sie wissen am Besten was die richtige Entscheidung ist.
    LG Gaby

  • #55

    Helmut (Sonntag, 10 Juli 2016 16:10)

    Unsere 12 Jahre alte Labradorhündin hat seit zwei Tagen einen leichten Kopfschiefstand und reagiert stark verzögert. Außerdem macht sie nach dem Schnüffeln und immer wenn sie links abbiegen sollte einen Rechtskreis. Ihre Augen wirken ausdruckslos ud sie reagiert z.B. auf das Angebot der geliebten Leckerchen fast gar nicht. Auch beim Aufstehen hat sie gewisse Probleme, da sie immer wieder nach rechts abdrehen muss. Auch dreht sie den Kopf nicht nach links und wirkt bei Ansprache nahezu apathisch.
    Was wäre hier die richtige Therapie um schnellstmöglich eine Besserung des drzeitigen Zustandes zu erreichen. Handelt es sich hier überhaupt um ein vestibulares Syndrom? Wie lässt sich der derzeitige Zustand genau diagnostizieren?

    Für eine hilfeiche Antwort wäre ich äußerst dankbar.

  • #56

    Tierarztpraxis Dr. Bettina Reuter (Montag, 11 Juli 2016 09:49)

    Bei dieser Symptomatik ist es nicht eindeutig und das sollte alsbald am besten von einem neurologisch versierten Kollegen abgeklärt werden.
    Es kommen verschiedene Differentialdiagnosen in Betracht, besonders da hier das relativ charakteristische Augenflackern (Nystagmus) zu fehlen scheint.
    Prozesse in Kopf, Halswirbelsäule oder aber auch im Mittelohres sindabzuklären.

  • #57

    Nada (Donnerstag, 21 Juli 2016 22:22)

    Hallo, wir sind gerade im Kroatien Urlaub und seit heute Mittag hat meine 15 Jahre alte Hündin die Genannten Symptome....sie kann nicht gehen...fällt um...schüttelt den Kopf und die Augen gehen schnell von links nach rechts. Wir waren hier beim Tierarzt und sie hat einen Vitamincoktail sowie eine Infusion gespritzt bekommen. Zum Gassi gehen trage ich sie raus. Ich muss sie festhalten, sonst fällt sie um. Das Urinieren klappt. Das Koten nicht. Heute Vormittag könnte sie es noch selbstständig. Jetzt habe ich Sorge, dass sie das auch mit Festhalten nicht hinbekommt. Was kann ich machen? Wann wird Nichtkoten problematisch? Danke für die ausführliche Erklärung der Erkrankung, ich habe heute schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Jetzt habe ich Hoffnung.

  • #58

    Matthias (Freitag, 22 Juli 2016 12:10)

    Idiomatisches Vestibularsyndrom unser Hund hat in der höhe des Gleichgewichtsorgans ein Fettknoten sitze kann dieser der Auslöser einer solchen Erkrankung sein ?

  • #59

    Tierarztpraxis Dr. Bettina Reuter (Freitag, 22 Juli 2016 12:39)

    @Matthias: Da ich annehme, dass das Lipom (wurde es histo-pathologisch untersucht?) äußerlich sichtbar ist, kann es keinen Zusammenhang geben.
    Wie auf der Abbildung erkennbar ist das Gleichgewichtsorgan komplett vom Schädelknochen umgeben.

  • #60

    Barbara (Samstag, 23 Juli 2016 18:52)

    Vielen Dank für die vielen nützlichen Kommentare hier und das Video! Meine Schäferhündin hat Donnerstag plötzlich diesen Anfall bekommen, konnte sich gar nicht mehr auf den Beinen halten und hat sich dreimal erbrochen. Ich bin direkt in die Tierklinik gefahren, wo sofort das Vestibulär Syndrom festgestellt wurde, vorsichtshalber aber auch die Ohren und Blut untersucht wurden. Sie ist jetzt 2 Tage am Tropf und man merkt eine kleine Besserung. Sie hat sich beruhigt, speichelt nicht mehr so stark und kann schon 1 Minute lang stehen. Ich hoffe, ich kann sie Montag früh wieder mitnehmen. Wie auch hier mehrmals beschrieben, sind die ersten 3 Tage die schlimmsten. Ich leide furchtbar mit meiner Hündin, bin mir aber sicher, dass wir beide stark genug sind, dass alles wieder in Ordnung kommt. Eure zahlreichen Erfahrungen haben mich auch beruhigt. Liebe Grüße und alles Gute für Eure Hunde!

  • #61

    Barbara (Donnerstag, 28 Juli 2016 14:31)

    Ich bin es nochmal. Ich konnte meine Hündin nach 4 Tagen Klinik und Tropf mit nach Hause nehmen. Heute, nach 1 Woche, sieht sie schon ganz gut aus, das Augenflackern ist weg, sie speichelt nicht mehr, torkelt noch sehr stark, trinkt, aber leider frisst sie nichts seit 1 Woche. Könnte mir bitte jemand sagen, wie lange ein Hund ohne Essen auskommen kann? Oder was man machen könnte, damit sie frisst? Ich habe Hünchenfleisch gemacht, aber nichts zu machen....

  • #62

    Tierarztpraxis Dr. Bettina Reuter (Donnerstag, 28 Juli 2016 19:10)

    Die Frage ist erstmal, ob der Hund Appetit hat oder ob er sich angewidert vom Futter wegdreht.
    Durch die Beteiligung des Gleichgewichtsorganes ist den Hunden übel. Diese Übelkeit kann man medikamentös behandeln.
    Frisst der Hund nicht selbsttätig, so muss man ihn notfalls zwangsernähren. Dazu gibt es entsprechende Futtermittel oder Pasten, die sehr energiereich sind.

  • #63

    Barbara (Freitag, 29 Juli 2016 11:13)

    Vielen Dank für die Antwort. Meine Hündin hat sich immer angewidert weggedreht, wenn ich mit Hünchenfleisch kam. Tabletten gegen Übelkeit hat sie auch nicht genommen. Ich hab versucht, sie ihr zwangsweise einzugeben, aber sie hat sich vehement gewehrt. Ich war schon drauf und dran zu Ihnen zu kommen zwecks Zwangsernährung, da habe ich nach stundenlangem Suchen im Internet einen Tipp eines Hundehalters mit gleichem Problem gefunden: gebratenes Rindergehacktes! Hat tatsächlich geklappt, meine Hündin hat erst nur ganz wenig gegessen, später dann noch etwas mehr. Und für mich am wichtigsten, sie hat endlich auch die Tabletten gegen Übelkeit und zur Kreislaufstabilisierung (Karvisan, wird im Internet von vielen mit gleichem Problem empfohlen) unter dem Rindgehacktem gemengt mit gegessen.

  • #64

    Tanja (Donnerstag, 25 August 2016 10:38)

    Hallo. Gibt es hier jemanden dem auch gesagt wurde dass beim Vestibularsyndrom ein Leben lang Cortison gegeben werden müsste? Zwar nur 5mg aber der Hund wird immer dicker und zeigt viele der Nebenwirkungen. Ich gebe auch karsivan. Der Hund hat seit anderthalb Jahren immernoch einen schrägen Kopf und nun gerade wieder einen Anfall gehabt der mit Cortison behandelt wurde. Ich war bei so vielen Ärzten seitdem dass ich nun völlig ratlos bin. Mein ursprünglicher Arzt hatte ihr nen Zahn ziehen wollen der völlig gesund ist (laut mehrerer anderer Tierärzte ) und sagte dass das Cortison für immer bleiben müsste.Nun habe ich kein Vertrauen mehr. Zudem ist mein Hund alt und hätte gut an der OP sterben können da es sich um einen schwer zu entfernenden Backenzahn handelt. Ich möchte das Cortison nun ausschleichen das sie seit anderthalb Jahren bekommt. Sie hat ne spritze zum ausschleichen bekommen aber mir ist das nun ein Rätsel ob das nach anderthalb Jahren nicht ein bisschen schnell dann geht weil der Körper ja mit der Produktion erst wieder anfangen muss. Hat jemand Erfahrungen? Danke

  • #65

    Dr. Bettina Reuter (Donnerstag, 25 August 2016 12:56)

    Es gibt keine Belege dafür, dass Cortison das geriatrische Vestibularsyndrom verbessert. Und schon gar nicht lebenslang.
    Es gibt überhaupt kein Medikament für das Vestibularsyndrom.
    Karsivan/Vitofyllin ist einfach beim alten Hund zu Verbesserung der peripheren Durchblutung gut und bietet sicher auch eine Unterstützung im Gleichgewichtsorgan. Daher würde ich es auch geben. Alles andere dient nur jeweils der Bekämpfung akuter Symptome wie z.B. Übelkeit.
    Das Cortison sollte abgesetzt werden (über mehrere Tage ausschleichen, sprich Dosis halbieren für 3 Tag, dann wieder halbieren für 3 Tage usw.).

  • #66

    Monika (Dienstag, 30 August 2016 11:36)

    Hallo, ich hatte einen über 13 jährigen Schäferhund, der auch das Vestibularsyndrom hatte. Wir haben ihn auf Rat unserer Tierärztin mit cerebrum compositum behandelt. Beim erstem Mal war er innerhalb von 14 Tagen wieder völlig normal. Nach dem zweiten Anfall haben wir das durchgängig gegeben. Er hatte keinen dritten Anfall mehr und ist voller Lebensfreude fast 15 geworden. Eine Bekannte von mir hat einen 11jährigen Schäferhund, den es im Juli getroffen hat. Sie war Ende Juli ganz verzweifelt, weil ihr zwei Tierärzte nicht weiterhelfen konnten. Seit dem 21.08. gibt sie ihm täglich jeweil eine Ampulle oral. Heute schrieb sie mir, dass die Kopf- und Ohrhaltung fast normal und der alte Zappelhans wieder da sind. Vielleicht macht euch das Mut. Kein Hund muss wegen des Vestibularsyndroms eingeschläfert werden.

  • #67

    Nicole Diane Kolagasi (Sonntag, 04 September 2016 15:23)

    Meine Labrador Hündin , inzwischen knapp 14 Jahre alt , hatte vor einem Jahr dieses Vestibularsyndrom- was zuerst auch von mehreren Tierärzten diagnostiziert , bei der anschließenden Therapie von eben diesen Tierärzten dann aber nur noch als Schlaganfall betitelt wurde.

    Wegen einer gleichzeitigen Mittelohrentzündung bekam sie lange Antibiotika und Cortison und eben einen Ohrreiniger ins Ohr - auch schon in der akuten Phase.

    Wenn man als Tierhalter nicht irgendwann beginnt mitzudenken und auch kritisch nachzufragen kann es durchaus sein , dass ein Tier sehr lange eine falsche Medikation , mit teils gravierenden Folgen bekommt.
    So wurde mir zum Beispiel auf mein wiederholtes Nachfragen , wie lange ich das Cortison denn noch verabreichen sollte gesagt " Einfach weitergeben ".

    Lebenslang , nur weil der Hund alt ist?
    Auf keinen Fall!
    Heute hat die Hündin immer noch eine Kopf -/ Körperschiefhaltung , knickt mit den Hinterbeinen stark ein - Spaziergänge sind nicht mehr möglich.
    Ich gebe ihr zwar noch das Vitofyllin , alleine schon wegen ihres Alters , was aber bisher immer deutliche Verbesserung des Allgemeinzustands zeigte , lässt allmählich in der Wirkung nach.
    Eigentlich kann sie nur noch fressen .
    Ein Labrador sprüht bis zum Tod vor Lebensfreude , die sehe ich nicht mehr.
    Was ein Hundehalter hier schon schreibt : die Tiere zeigen uns irgendwann , wenn sie nicht mehr können...


  • #68

    Dr. Bettina Reuter (Montag, 05 September 2016 13:20)

    Bitte beachten Sie, dass es hier in diesem Blogartikel ausschließlich um das idiopathische Vestibularsyndrom geht! Sprich es gibt keine bekannte Ursache für die auftretende Symptomatik.
    Es gibt auch ein zentrales Vestibularsyndrom, welches aber eine ganz andere Grundlagen und dementsprechend auch einen anderen Diagnostik- und Therapieansatz hat.
    Ebenso müssen alle Ohrerkrankungen wie Otitis media oder interna ausgeschlossen sein.
    Liegen entzündliche Veränderungen am Ohr vor, so ist die Symptomatik darauf zurückzuführen und es muss diese jeweilige Erkrankung auch behandelt werden. In diesem Falle liegt ebenfalls KEIN idiopathische Vestibularsyndrom vor!

  • #69

    Nicole Diane Kolagasi (Montag, 05 September 2016 14:06)

    Da der Hund aber lebenslang immer wieder unter anhaltenden Ohrproblemen leidet , war nicht klar ,ob die Symptome dieses Anfalls überhaupt darauf zurückzuführen sind.
    Viel eher war es so , dass einmal wieder ein Ohrproblem bestand und parallel diese Symptome auftraten.

    Ob das nur ansatzweise in einem Zusammenhang stand , blieb völlig unklar.

    Jedenfalls konnte keiner der behandelnden Tierärzte mir dazu eine eindeutige Aussage machen.

  • #70

    Marion (Freitag, 09 September 2016 19:41)

    Hallo,
    ich habe eine 16-Jahre alte shibainu-Hündin Kira, die im Mai 16 erstmals die Symptome des Vestibular-Syndroms zeigte. Sie konnte sich plötzlich nicht mehr auf den Beinen halten, hielt den Kopf schief und der Speichelfluss war sehr stark. Nach 10 Minuten war alles vorbei und meine Vermutung war erst, dass sie Gift aufgenommen hatte. 2 Monate später das gleiche. Beide Vorfälle ereigneten sich , weil wir an Orten waren, die der Hund nicht kannte. Kira hört nichts mehr und ist daher extrem angespannt in fremder Umgebung. Letzte Woche und heute trat das Symptom zuhause auch auf und ich glaube es liegt auch an der momentanen Hitze.
    Wir versuchen nun jeglichen Stress zu vermeiden und lassen sie in ihrer gewohnten Umgebung.Sie beruhigt sich am schnellsten, wenn wir ihr Schwanken gar nicht beachten und sie in Ruhe lassen. Wie viele von euch schreiben, kann ich auch nur sagen, dass es den Hund selber gar nicht so sehr stört.Kira bekommt Karsivan und ist seitdem generell etwas fitter. Ob das Syndrom dadurch gelindert wird, kann ich nicht sagen. Kira hatte auch schon seit den ersten Lebensjahren immer Probleme mit den Ohren (Schütteln und Schiefhalten des Kopfes).
    Ich hoffe nur, dass es nicht zu stunden-oder tagelangen Anfällen kommt.

  • #71

    Armin (Donnerstag, 29 September 2016 02:35)

    Mein 13-jähriger Rüde WInni hat das Syndrom heuer zum 2. Mal. Untersuchung der Ohren beim Tierarzt war ohne Befund - es dürfte also tatsächlich das idiopathische Vestibulärsyndrom sein.

    Es verläuft genau so wie beschrieben, schaut bedrohlich aus und stresst natürlich den Hund ungemein, aber es wird nach 2-3 Tagen von selbst besser, danach läuft der Hund noch etwas unsicher aber auch das gibt sich innerhalb von 1-2 Wochen restlos, danach ist er wie neu.

    Damit er in der akuten Phase halbwegs gut leben kann muss ich alle gefährlichen Stellen, vor allem die Treppen, absperren, und ihn ggf drüber tragen, sonst fällt er hinunter und verletzt sich eventuell.

    Hauptproblem für den Rüden ist natürlich, dass er die Pfote nicht mehr heben kann wie er möchte, weil er dann oft ins Trudeln gerät oder sogar einfach umfällt. Ich kann ihn gut unterstützen indem ich ihn mit Brustgeschirr an der leicht nach oben gespannten Leine führe das gibt ihm genügend Halt so dass es einigermaßen geht. Oder ich stelle ein Bein neben ihn wo er sich anlehnen kann.

    Ansonsten versuche ich, so normal wie möglich mit ihm umzugehen, er ist schließlich schon verwirrt genug. Wir machen sogar die gewohnten Gassi-Gänge, nur einfach sehr, sehr viel langsamer wie gewöhnlich, und ohne frei laufen. Und ich wähle den Gassi-Weg so dass ich ihn im Notfall mit dem Auto zurückholen könnte wenn es sein müsste, aber das ist bisher noch nie vorgekommen.

    Wenn es eine Therapie gäbe, wäre ich sofort dabei! Bis endlich etwas gefunden wird:

    Nerven behalten, Augen zu und durch, es geht vorbei.

  • #72

    Inga (Freitag, 07 Oktober 2016 18:37)

    Meine 14 jährige Hündin zeigte heute beim Gassigehen zum zweiten Mal innerhalb einer Woche einen Teil der oben beschriebenen Symptome. Sie torkelte und schwankte von einer Seite zur anderen, lief aber wie eine Maschine weiter und schien es gar nicht zu merken, dass sie kurz vorm Umkippen war. Ich habe sie sitzen lassen, wie vor einer Woche auch und sie gestreichelt. Nach einer Minute stand sie wieder auf und lief ganz normal weiter. Seit längerem schon passiert es immer wieder, dass sie begeistert auf ihr Futter wartet und dann frustriert vom Napf abdreht. Von Hand gefüttert frisst sie ohne Probleme, es liegt also nicht am Angebot. Auch hält sie phasenweise den Kopf schief und schüttel ihn dann oft. Die Ohren sind aber gesund.
    In der Krankheitsbeschreibung oben steht, dass manche Inkontinenzmedikamente Rezidive fördern können. Welche Medikamente das sind, steht leider nicht dabei. Mein Hündin bekommt seit Mai Caniphedrin, kann es sein, dass das die Anfälle fördert?

  • #73

    Dr. Bettina Reuter (Freitag, 07 Oktober 2016 18:50)

    Ob es sich dabei wirklich um ein Vestibularsyndrom handelt ist fraglich und sollte tierärztlich abgeklärt werden. Normalerweise dauert dieser Zustand nicht nur wenige Minuten.
    Das könnten eher Durchbultungsstörungen z.B. durch Herzrhythmusstörungen sein oder ähnliches.
    In jedem Fall sollte der Hund sorgfältig incl. Blut- und Urinuntersuchung abgeklärt werden, da eine andere Ursache wahrscheinlicher erscheint als das VEstibularsyndrom.
    Caniphedrin ist ein mögliches Medikament was grundsätzlich zu Rezidiven führen kann.

  • #74

    Nicole (Sonntag, 16 Oktober 2016 02:24)

  • #75

    Conny (Mittwoch, 19 Oktober 2016 17:42)

    Ich habe zwei Dalmatiner-Mädchen, bei der älteren (14) traten die Symptome Anfang des Jahres erstmals auf. Sie hat sich aber davon sehr schnell erholt, bis dann im September ein zweiter Anfall kam unter dem sie heute noch ein etwas leidet. Und heute dann der Schock: Auf einmal das gleiche bei der etwas jüngeren Hündin (13) von jetzt auf gleich. Ich hatte schon die schlimmsten Gedanken und habe mich dann auf die Suche nach Informationen gemacht und bin hier fündig geworden. Die Beiträge haben mich doch etwas optimistischer gestimmt.

    Sie hat bis vor einer halben Stunde auch gejammert als hätte sie Schmerzen, ist es denn für die Tiere schmerzfrei?

  • #76

    Dr. Bettina Reuter (Mittwoch, 19 Oktober 2016 17:48)

    Wir können aufgrund der Symptome eher davon ausgehen, dass es kein schmerzhafter Prozess ist.
    Man muss es sich eher vorstellen wie einen immensen Schwindel. Die Tiere wissen nicht wie ihre Postion im dreidimensionalen Raum ist. Durch den Schwindel kommt eben auch die starke Übelkeit. Das sind die vorherrschenden Befunde in den ersten Stunden/Tagen der Erkrankung.

  • #77

    Manu (Samstag, 22 Oktober 2016 19:20)

    Hallo an alle, unser Hund hatte auch am Donnerstagmittag diesen Anfall. Waren gleich in der Klinik und Freitags beim Tierarzt, ihr geht es soweit gut. Augen und Kopf normal und sie läuft auch wie immer. Unser TA meinte es könnte auch eine Ohrentzündung sein. Unsere Bedenken sind jetzt nur, sie hat seit Mittwochabend nichts mehr gegessen. Dreht ständig den Kopf weg. Ist es schlimm wenn sie nichts zu sich nimmt? Trinken tut sie ausreichend.
    Vielen Dank schon mal

  • #78

    Inga (Sonntag, 23 Oktober 2016 15:28)

    5 Tage nachdem ich die ersten Schwindel bei meiner 14 jährigen Hündin (Dobermann-Schweißhund-Schäfermix, 25kg) bemerkte und hier berichtete, bekam sie ernsthafte Probleme. Es war der erste Tag an dem sie wieder richtig fit schien und endlich auch richtig Appetit hatte. Gegen. 22:00 Uhr dann der Riesenschreck: sie konnte kaum aufstehen, lief im Kreis und fiel immer wieder um. Am nächsten morgen war es wenig besser, beim Kopfschütteln warf es sie komplett um, sie lief sehr schwankend.
    Wir sind gleich in die Tierklinik gefahren und dort wurde dann doch geriatrisches Vestibularsyndrom diagnostiziert. Die Assistenzärztin war sich erst unsicher, da ein Nystagmus nur undeutlich bis gar nicht feststellbar war, aber für den dazu gerufenen Chefarzt gab es keinen Zweifel. (Die Augen fingen im Laufe des Tages dann deutlich zu flackern an). Die Hündin bekommt jetzt 2x tägl. Karvisan und das Caniphedrin wurde durch Incurin ersetzt. Davon bekommt sie 1/2 Tablette täglich.
    Die ersten 2 Nächte hat sie noch Licht gebraucht, dann ließ das Flackern nach -dafür hielt sie drei Tage den Kopf schief- und sie lief deutlich sicherer. Hingefallen ist sie nur noch, wenn sie unvorbereitet den Kopf geschüttelt hat, oder beim Niesen.
    Während der ersten Tage hat sie sich übrigens extrem die Beine geschleckt, kurz unterhalb der Ellenbogen und und die Muskulatur ober-und unterhalb der Kniee, als wenn sie schmerzten oder vielleicht kribbelten. Hat das noch jemand hier bei seinem Hund in diesem Zusammenhang sehen können?
    Heute morgen, 1 1/2 Wochen nach Klinikbesuch, fing sie wieder zu schwanken an und die Augen flackern auch wieder leicht, fressen möchte sie nicht und sie schleckt wieder ihre Gliedmassen ab.
    Seltsamerweise tauchen diese Symptome jedesmal auf, wenn sie einen besonders guten, aktiven Tag hatte und mit gutem Appetit selbstständig aus dem Napf gefressen hat. (In der Klinik wurde ein Röntgenbild vom Bauch gemacht, Magen und Darm sind in Ordnung.)
    Ich bin sehr beunruhigt und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Doch kein Vestibularsyndrom?

    Liebe Grüsse

  • #79

    Dr. Bettina Reuter (Montag, 24 Oktober 2016 09:03)

    Wenn die Hund keinen Appetit haben, dann liegt das an der Übelkeit. Wenn man die wirksam mit Medikamenten bekämpft, dann fressen die Hunde auch wieder.

  • #80

    Birgit breuer (Montag, 28 November 2016 18:48)

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Er hat mir sehr geholfen und meine Angst verringert. Genauso, wie im Bericht ist es unserer 14 jährigen Jack Russelheim Huendin ergangen. Heute nach 3 Wochen nach dem Geschehen geht es ihr schon viel besser. P.S. Wir sind sofort, nach dem Auftreten der Symtome in die Tierklinik gefahren.

  • #81

    Terry Wigerink (Donnerstag, 01 Dezember 2016 11:48)

    Khan, Schäferhund Rüde, 12.8 Jahre hat es am Sonntag erwischt. Tagsüber noch ausführlich gewandert und gespielt. Er ist in sein ganzes Leben noch nie krank gewesen. Gleich zum TA, Ohren und Organe keine Probleme gefunden. Augen seit vorgestern wieder ruhig. Problem: er trinkt aber frisst nichts, auch nicht aus der Hand. Hat 3 Tage Infusion und Spritzen bekommen, auch gegen Übelkeit. Leider sieht es danach aus dass er nicht mehr gehen kann und auch nicht stehen.
    TA wollte ihm am Montag schon einschläfern, das habe ich nicht zu gelassen weil ich Khan noch etwas Zeit geben wollte. Er guckt klar aus Augen und freut sich bei Besuch aber hat es schwer. Medizin im Sinne von Tabletten wird (vorerst) nicht gehen. Was laufen angelangt, wäre es Sinnvoll ihn in ein Geschirr hoch zu heben damit er wenigstens den Versuch machen kann seine Pfoten auf Boden zu spüren. Oder sollte ich ihm demnächst gehen lassen, weil er jetzt schon 3 Tage nur liegen kann? Ich fühle mich hin und her gerissen. Einerseits möchte ich ihm Zeit geben, anderer Seitz nicht Leiden lassen, obwohl ich nicht glaube dass er Schmerzen hat.
    Nebenbei ist es schwierig sein 30 kg schweren Körper mehrfach auf zu heben z.B. um zum TA zu gehen. Aber wenn ich ihn aufhebe wehrt er sich mit alle Vieren. Hat jemand Erfahrung damit dass der Hund vorerst über längere Zeit nicht gehen konnte? Danke für eure Erfahrungen.

  • #82

    Inga (Sonntag, 04 Dezember 2016 20:24)

    Hallo Terry,
    als meine Hündin gar nicht gefressen hat, habe ich die Medikamente in Wasser aufgelöst und mit einer Spritze (ohne Nadel) direkt ins Maul gegeben. Etwas Markknochenbrühe konnte ich ihr so auch einflössen, sie war stark abgemagert.
    Hoffentlich ist Khan auf dem Wege der Besserung

  • #83

    Christine (Dienstag, 13 Dezember 2016 09:48)

    Mein Hund Luna hatte diese Symptome (ohne Kopfschiefhaltung) das erste mal im Mai nach einer Operation. Unser Tierarzt war sichtlich überfordert, hat Blut abgenommen und gegoogelt. Er meinte das es sich um das Vestibulärsyndrom handle. Nach ein paar Stunden war alles vorbei.
    Heute morgen hatte sie es wieder und wieder ohne Kopfschiefhaltung. Jetzt nach ca 2 Stunden geht es ihr besser und ist nicht mehr so wackelig. Gefressen hat sie trotz Schwindel, allerdings im Liegen.
    Ich bin jetzt nicht sicher ob es sich wirklich um dieses Syndrom handelt weil es bei ihr nur ein paar Stunden dauert, keine Kopfschiefhaltung da ist und ich dieses Augenzucken nicht vom normalen blinzeln unterscheiden kann.

  • #84

    Dr. Bettina Reuter (Dienstag, 13 Dezember 2016 10:00)

    Das hört sich eher nach etwas Anderem an. Ataxien oder Gleichgewichtsstörungen o.ä, können natürlich auch andere Ursachen haben.
    Wenn der Haustierarzt damit wenig Erfahrung hat, so empfehle ich einen Tierneurologen aufzusuchen, damit er abklärt, ob es überhaupt ein neurologisches Problem darstellt.
    Es können genauso gut anfallsartige Durchblutungsstörungen im Kopf sein oder ein Unterzucker o.ä.

  • #85

    Christine (Donnerstag, 15 Dezember 2016 17:08)

    Diese Krankheit ist plötzlich bei unseren dre jährigen Katze aufgetreten und sind sofort zu Tierarzt gefahren der uns dann diese Diagnose gab und waren dann doch erleichtert das es kein Schlaganfall war aber sie tut uns so unendlich leid
    Donnerstag den 15Dezember2016 6Uhr morgens

  • #86

    Brigitte (Montag, 26 Dezember 2016 18:18)

    Unsere 15 jährige Mischlingshündin hat es bislang zweimal getroffen. Das erste Mal im Juni 2016, plötzliches Taumeln und Erbrechen. Wir ab in die Tierklink die wollten ein CT machen, hab ich abgelehnt. Den Hund in der Situation in Narkose legen... Eine Nacht blieb sie dort. Eine schlimme Nacht für mich und für sie. Dann hab ich sie heimgeholt. Sie hat hier noch einige Tage Infusion vom Haustierarzt bekommen. Karsivan hat sie eh schon vorher bekommen, dazu jetzt noch Vitamin B. Das Fressen war erstmal das Hauptproblem. Nix ging. Ich hab mehrfach beim Tierarzt nach einem Mittel gegen Übelkeit gefragt. Hab Gastrosel bekommen. Aber Alles wurde besser, wir hatten einen wunderschönen August und September. Dann Ende Oktober ging es wieder los. Dieses Mal keine Panik, keine Tierklink. Nur Cortison, mein Haustierarzt mach das noch so. Sie hat gefressen und getrunken, also keine Infusion. Wieder ist die Erholung recht gut, allerdings sind bis jetzt deutliche Schwankungen in schnellen Körperdrehungen evtl. Zu sehen. Vielleicht doch besser Infusionen? So weit unsere Erfahrungen. Mir wäre alles wichtig was Anfällen vorbeugen könnte. Karsivan, Vitamin B, Vertigoheel, viel Trinken konnte den zweiten nicht verhindern. Wanda ist Familienhund sie ist überall dabei. Weihnachten war jetzt schon anstrengend für sie. Sie kommt auch nicht mehr so zur Ruhe wie früher. Wandert hier viel herum. Ich mach mir Sorgen, daß dies einen Anfall fördern könnte. Aber sie wegsperren? Sie freut sich doch über Besuch! Also bitte alles her an Tipps wie ihr glaubt, dass man Anfälle verhindern kann

  • #87

    Nicole&Timo (Dienstag, 03 Januar 2017 20:00)

    Hallo und vielen Dank für Ihren Beitrag über das Vestibularsyndrom! Dieser, sowie auch die persönlichen Erfahrungen, haben mir damals Hoffnung gegeben und darum möchte ich auch sehr gerne unsere leider gemachte Erfahrung hier schreiben.
    Am 6. November, 5 Tage vor seinem 13. Geburtstag hat es leider auch meinen Hund erwischt. Wir waren noch zu Mittag ganz normal gassi und kaum zuhause angekommen, fing es auch schon an. Er konnte nicht mehr ohne Hilfe gehen/stehen, war sehr unruhiger und hechelte stark. Wir packten unsere Fellnase ins Auto und fuhren in die Notklinik. Nystagmus, Kopfschiefhaltung und Erbrechen setzten erst nach und nach auf der Fahrt bzw in der Klinik ein. Die Diagnose lautete sehr wahrscheinlich "idiopathisches Vestibularsyndrom" und sollte in den nächsten Tagen keine deutliche Besserung auftreten, müsste man ein CT des Kopfes machen. Zum Glück durften wir unsere Fellnase wieder mitnehmen, da er rund um die Uhr von uns Beausichtigt werden konnte. Mitbekommen haben wir Tabletten gegen die Übelkeit, Karsivan (2xtgl) und Vit. B. Spät abends sind wir dann nachhause gekommen, aber fressen und trinken konnte er alleine gar nicht, wobei er das Fressen ohnehin verweigerte...bei (m)einem Golden Retriever gibt es so etwas normal ja nicht ;) ...als die Wirkung der Tablette einsetzte, hat er dann auch mit Hilfe und Zureden ein bisschen gefressen.
    Am nächsten Morgen war der Nystagmus so gut wie weg und die Unruhe, samt Hecheln war auch vorbei . Die nächsten Tage waren noch eine ziemliche Herausforderung, gassi gehen mit Schals um den Bauch und Brustbereich gewickelt, fressen weiterhin nur mit guten Zureden und Handfütterung und innerhalb einer Woche klappte das gehen auch wieder sehr gut, die Kopfschiefhaltung war kaum mehr zu sehen...es ging absolut bergauf :)
    10 Tage später gab es leider einen Wetterumschwung in den zweistelligen Plusbereich und wahrscheinlich dadurch bedingt einen Rückschlag. Das Taumeln war ziemlich ausgeprägt und der Kopf war wieder etwas deutlicher schief, aber ansonsten keine anderen Symptome und das Allgemeinverhalten war trotz allem sehr gut. Mit Absinken der Temperaturen ging es ihm dann auch körperlich wieder deutlich besser. *holzklopfen* meinem Opi geht es bis heute sehr gut, allerdings denke ich, dass dieses Vestibularsyndrom bei ihm schon auch Spuren hinterlassen hat...
    Sehr schade finde ich, dass dieses Vestibularsyndrom nicht wirklich bekannt gemacht wird...ich kannte es leider zuvor nicht und als ich meinen Hund in diesem Zustand sah, kamen mir die Tränen und ich dachte die Zeit des Abschieds ist gekommen...ich bin so froh und dankbar, heute erfreut er sich wieder seines Lebens...und wir sowieso!!!
    Ich wünsche allen Vier- und Zweibeiner in dieser Zeit viel Kraft und eine baldige und gute Genesung!!

  • #88

    Schmidt (Freitag, 06 Januar 2017 20:18)

    Mein benny (13Jahre) hatt nun gestern das zweite mal das geriatrische vestibularsyndrom bekommen. Das erste mal im Juni 16, und jetzt am 6.1.17 das zweite mal. Beim ersten mal bin ich
    mit ihm direkt zum Tierarzt. Ich mußte meinen geliebten benny 3Tage dort lassen , damit er Infusion bekommen konnte. Schritt für Schritt ging es ihm danach besser. Er brauchte sehr viel Ruhe und mußte mit der Hand gefüttert werden. Nach ca 4Wochen war er fast wieder der alte, nur die kopfschiefhaltung ist geblieben. Und beim schnellen drehen ist er etwas wackelig auf den Pfoten. Als nun der zweite Anfall kahm war ich schon etwas gelassener, wieder direkt zum Tierarzt. Nun hoffe ich das er es wieder so gut meistert,und noch lange bei mir sein kann. An alle:.. Nicht aufgeben, und lasst eurem geliebten 4 Beiner Zeit sich zu erholen. Der Spuck sollte vorbei gehen!!!

  • #89

    Lina (Mittwoch, 18 Januar 2017 12:40)

    Unsere 13-jährige Emmi hat vorgestern das Vestibularsyndrom bekommen. Heute früh waren wir beim Tierarzt und die Kleine hat erneut durchblutungsfördernde Medikamente und etwas gegen die fürchterliche Übelkeit bekommen, da sie sich letzte Nacht vier Mal übergeben hat. Doch seitdem wir beim Tierarzt waren, hat sie sich wieder zwei Mal übergeben und danach sogar ins Zimmer gepieselt, was sie sonst nie macht! Nun steht sie aber erneut mitten im Zimmer, hechelt und scheint offensichtlich Angst zu haben. Was können wir tun? Hat jemand Ratschläge?

  • #90

    Schmidt (Freitag, 20 Januar 2017 18:24)

    Hallo lina, Eintrag 88 war auch von mir. Die blutverdünnenden Medikamente sind sehr wichtig!! Emmi hätte noch Infusion haben müssen! Mein benny war 2 Tage an der Infusion. Deine Emmi braucht nur sehr sehr viel Ruhe. Das vergeht wieder mit der Übelkeit. Du wirst sehen es wird ihr langsam jeden Tag etwas besser gehen. Aber es braucht Zeit. Verwöhne sie mit leckerchen! Nur du weißt was deinem Hund am besten schmeckt. Der Spuck vergeht. Ist zwar sehr grausam mit anzusehen, aber sie wird wieder. Wenn auch evtl nicht wieder zu 100%. Drück dir die Daumen ��

  • #91

    Diana (Montag, 23 Januar 2017 20:56)

    Hallo, würde gerne von meinem jack russell rüden snoopy erzählen.
    am 30.11.2016 hatte er zum ersten mal diesen Anfall. Konnte nicht aufstehen und fiel ständig um. Sofort sind wir zum Tierarzt. Auf die Augen haben wir da nicht geachtet. Eine Stunde später waren wir da. Snoopy War wackelig auf den Beinen aber sonst keine Symptome mehr. Hat auch tierisch angst vorm Tierarzt. Diagnose rücken. Hatte schon zwei BandscheibenVorfälle. Lag auf der Hand. Aber die Genesung War zu schnell. Bei dem letzten BandscheibenVorfall War er drei Wochen krank. Diesmal War er am nächsten tag sofort fit. Vor zwei Wochen dann genau wieder die gleichen Symptome. Von jetzt auf gleich wackelig und diesmal war auch das Augenzucken dabei. Wie beim ersten mal War snoopy nach einer Stunde wieder okay. beim Tierarzt dann alle Untersuchungen Bild von dem rücken Blut Urin etc. Alles super aber die Thrombozyten waren sehr erhöht. Also fiel die Diagnose auf VestibularSyndrom.
    Seit dem geben wir karsivan. Vor einer Woche nachts wieder wackelig, am nächsten morgen wieder okay. Heute dann ein erneuter Anfall. Konnte nicht aufstehen, kippte ständig um, Augenzucken, und total nervös und verwirrt, beim laufen immer ein bisschen links gestellt aber nicht schlimm. Wollte raus und hat auch gemacht.Jetzt schläft er und hat keine Symptome mehr. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Gibt's noch was anderes mit solchen Symptomen außer das VestibularSyndrom? Wäre für jeden Hinweis dankbar. Nächstes Schritt wäre Klinik und Neurologie.

  • #92

    Susanne (Dienstag, 24 Januar 2017 15:18)

    Mein 17 Jahre alter hundert frisst. Seit dem nichts mehr er

  • #93

    Claudia (Dienstag, 24 Januar 2017 20:56)

    Hallo,
    ich möchte euch auch von meinem Schatz Smiddy erzählen.
    Vergangenen Donnerstag fing er abends an zu torkeln und fiel einfach um, ohne das sich das vorher am Tag hätte bemerkbar gemacht. Smiddy war auch total orientierungslos und ging als wenn er "besoffen" war. Nun sind wir direkt zu Tierklinik, die uns erklärten das es dem Hund sehr schlecht gehen würde und das Ihm sehr Schwindelig sei und stellten die Diagnose Vestibular-Syndrom. Natürlich musste Smiddy in der Klinik bleiben, bekam Infusionen und wurde Untersucht. Samstag konnten wir Ihn dann wieder mit nach Hause nehmen, da er auch nicht mehr dieses Augen flackern hatte. Die Ärztin meinte das er Zuhause wohl besser aufgehoben wäre das er auch in der Klinik nichts fressen mag.
    Nun es kann einem schon sehr das Herz zerreissen seinen Lieben so leiden zu sehen. Denn heute ist bereits Tag 5 und er frisst immer noch nicht. Nichts zu wollen und die Tabletten schaffen wir auch nicht so recht ihm zu geben. weil er sich so dagegen sträubt.
    Wasser säuft er, meistens immer wenn ich Ihm den Napf hinhalte.
    Ich habe dann auch heute mir eine Spritze besorgt damit ich Ihm die Tabletten zermörser und dann mit ein wenig flüssigkeit mit Hilfe der Spritze etwas schneller ins Maul spritzen kann. Aber selbst das geht mehr schlecht als Recht. Heute Abend mit 2 Tabletten ging es so lalala. er speichelte sehr...
    Sollten sich nicht so langsam einige Besserungen zeigen, dann sehe ich schon schwarz. Denn es scheint mir auch immer mehr so zu sein, als wenn er sich aufgegeben hat.

    Hatte jemand von euch und Euren Lieben Vierbeinern es auch so schlimm erwischt das er Tagelang nichts gefressen hat!? Ich bin da auch schon sehr ratlos

  • #94

    Claudia (Mittwoch, 25 Januar 2017 17:30)

    Ein Nachtrag zu meinem Bericht von gestern Abend #93
    Wir haben Ihn heute von seinem Leid erlöst

  • #95

    Schmidt (Samstag, 28 Januar 2017 22:15)

    Hallo Claudia, es tut mir leid!! Wünsche dir viel Kraft.

  • #96

    Alex (Mittwoch, 08 Februar 2017 14:13)

    Hallo,
    Vielleicht könnt ihr mir hefen oder die Angst nehmen.
    Unsere am 1.April 15 Jahre alt werdende Hündin ist am Samstag zusammen gebrochen. Diagnose: Vestibuläres Syndrom. Sie bekam eine Infusion mit Depot. Am Sonntag konnte sie schon wieder sitzen, auch das Zucken der Augen hatte aufgehört. Am Montag konnte sie ohne Hilfe Kod und Urin absetzen.
    Gestern Abend aber der Schock, wieder wie am Anfang. Konnte nicht mehr aufstehen, starkes Augenzucken ect.
    Das Aufenzucken ist heute Mittwoch nicht mehr so stark, aber Sitzen und Stehen geht nicht.
    Gibt es da jemand mit Erfahrungen von Rückfällen? Was sollen wir tun? Wie können wir ihr helfen? Gibt es immer noch Hoffnung?
    Liebe Grüsse und schon jetzt danke für Rückmeldungen,
    Alex

  • #97

    Schmidt (Freitag, 10 Februar 2017 19:21)

    Hallo Alex, deine Hündin bräuchte eine Infusion! Und natürlich viiiiieeeeelllll ruhe für deine Hündin. Von deiner Seite aus aber viel Geduld. Du wirst sehen es wird ihr jeden Tag etwas besser gehen. Es braucht Zeit. Sicherlich wird sie nicht mehr die alte, aber es ist kein Grund zur Euthanasie!!! Alles Gute und viel Geduld!

  • #98

    Alex (Samstag, 11 Februar 2017 13:13)

    Hallo,
    Wollte mal noch einen Zwischenbericht machen. Wir haben den Tierarzt gewechselt, Infusion bekam Semi bisher keine mehr, da es hiess ihr Körper müsse es selbst schaffen. Mit Infusionen würde nur ein Jojoeffekt entstehen. Sie hatte ganz am Anfang eine und bekam auch ein Medikament gegen die Übelkeit gespritzt.
    Nun zu Semi: Seit dem Rückfall am Di geht es ihr jeden Tag ein wenig besser.
    Heute ist sie sogar über Parkett geloffen und konnte sich ohne Hilfe auf den Beinen halten.
    Einziges Problem, das wir haben, sobald wir Semi hochheben wollen, um sie z.B. über due Schwelle in den Garten zu tragen, knurrt sie uns an und fletscht die Zähne.

  • #99

    Schmidt (Samstag, 11 Februar 2017 15:14)

    Hallo Alex, schön das es deiner Hündin etwas besser geht. Bei meinem benny (gute 13 Jahre) hatt es gut 3 Wochen gedauert bis er wieder halbwegs laufen konnte. Treppen rauf laufen geht mittlerweile wieder, aber runter geht nicht mehr. Aber noch heute sehe ich jeden Tag eine kleine Besserung. Das deine Hündin sich nicht tragen lassen möchte kann ich mir auch nicht erklären. Geduld ist angesagt! Verwöhne sie und gib ihr Zeit und Ruhe. Alles Gute!

  • #100

    Alex (Sonntag, 12 Februar 2017 14:20)

    Entwicklung Semi:
    Sie läuft, sogar auf dem Parkett. Wir müssen sie nicht mehr tragen und es scheint ihr sichtlich wohler zu gehen.
    Neues Problem: Durfall ubd sies ziemlich stark. Jede Stunde muss sie raus.
    Wir füttern ihr gekochten Reis mit gekochtem Hühnchen, auch Aktivkohle haben wir schon gegeben. Bis jetzt hat es sich nicht gebessert.
    Wir sind aber guter Dinge, dass alles wieder ins Lot kommt.

  • #101

    Mandy (Montag, 27 Februar 2017 08:35)

    Meine kleine Mickymaus hat uns auch einen mächtigen Schrecken eingejagt. Spikey ist eine 13jährige Jack Russell Lady und immer fit, verspielt, kuschelig und auch recht eigensinnig. Vor zwei Wochen trat das Vestibularsyndrom schlagartig auf. Wir haben noch nachts den Tierarzt angerufen, der uns telefonisch etwas beruhigen konnte. Tags darauf sind wir aber zur Untersuchung gefahren und er hat seinen Verdacht bestätigt.
    Zwei Tage nach dem Anfall beruhigte sich das Augenzucken und nach 4 Tagen war es dann gänzlich weg. Ab und an hat sie noch Probleme mit dem Gleichgewicht. Allerdings hab ich oft das Gefühl, dass sie gar nicht so richtig weiss, wo sie ist. Sie kommt mir leicht verwirrt vor. Ihre gewohnten Spazierrunden mag sie nicht mehr gehen. Sie schnüffelt extrem viel (das hat sie ja vorher schon gemacht aber nicht soooo extrem). Sind das auch alles "normale" Nebenerscheinungen des Symdroms? Hunger hat sie wie ein Wolf und könnte den ganzen Tag nur essen. Sie trinkt sehr gut.
    Ich hoffe, dass sie sich wieder vollständig erholt und wieder ganz die alte wird. Klar, man wird ungeduldig, weil man natürlich sofort seinen hund wieder so haben möchte, wie er immer war. Sie bekommt alle Liebe und Ruhe der Welt. Das Schlimmste ist nur diese Machtlosigkeit, mit der man neben seinem Hund sitzt, dem man doch nur das beste wünscht.
    Ich wünsche allen Hunden hier, die davon betroffen sind, dass es ganz schnell vorüber geht und kein weiteres mal auftritt.

  • #102

    Daphne Focht (Montag, 06 März 2017 11:09)

    Wer hat denn diese entsetzlich melodramatische, monotone, depriemierende und vollkommen unangemessene Trauermusik unter den Clip gelegt? Einen weiteren Kommentar zu den Textbeiträgen erspare ich mir.
    Ihre Tierarztkollegin Daphne Focht.

  • #103

    Gaudo (Freitag, 17 März 2017 03:54)

    Gibt es das auch ohne Nystagmus? Meine fast 17 jährige Hündin läuft nur noch Kreise, schläft kaum... klar, dass das erschöpft. ..Sollte ich ein CT machen lassen?

  • #104

    Sam (Samstag, 18 März 2017 16:17)

    Hallo,
    Bei unserer 16jährigen Hündin wurde gestern auch das Vestibular Syndrom festgestellt !
    die Symptome haben schon nachgelassen, wir waren nur beim TA weil sie nichts fressen möchte , immer nur ein Häppchen und das wars ! Er hat uns nur karsivan verschrieben
    Obwohl sie immer nachschaut was es gibt, aber dann lehnt sie es trotzdem ab !
    Versucht haben wir schon fast alles !
    Vielleicht leidet sie unter Übelkeit durch die Gleichgewichtsstörungen obwohl sie noch nie erbrochen hat .
    Hat jemand eine Idee ?

  • #105

    Schmidt (Samstag, 18 März 2017 18:30)

    Hallo Sam, war bei meinem benny genau so! Wollte tagelang nix fressen, selbst leckerchen lehnte er ab. Aber nach ein paar Tagen bekam er wieder Appetit. Mein Rat: Immer wieder mit den besten leckerchen oder Wurst usw probieren. Karsivan bekommt mein benny auch schon lange Zeit. Viel Erfolg! Dauert halt leider. Aber das wird!! Alles Gute

  • #106

    Sam (Sonntag, 19 März 2017 20:47)

    Danke für die schnelle Antwort , macht mir wieder Hoffnung! Werden alles versuchen ;-))

  • #107

    Andrea (Freitag, 31 März 2017 10:45)

    Tolle verständliche Beschreibung, tolle Tips, tolle Videos. Vielen Dank dafür

  • #108

    Nadine (Sonntag, 16 April 2017 20:20)

    Hallo,
    mein Labrador (14) erlitt einen solchen Anfall vergangenen Mittwoch in der Nacht, ich entschied mich für das Einschläfern. Wenn ich hier lese, alte Hunde werden ans Geschirr gelegt um noch paar Schritte wenigstens im Garten ausüben zu dürfen. Das ist doch kein Hundeleben mehr. Denke hier entscheiden viele aus purem Selbstegoismus. Seit Mittwoch leide ich wahnsinnig, esse kaum etwas, verspüre keine Freude mehr, ich trauere halt heftig und trotzdem habe ich mich so entschieden.

  • #109

    Dr.Bettina Reuter (Montag, 17 April 2017 17:38)

    Es geht hier nicht darum, aus Egoismusgegen das Tier zu entscheiden, sondern darum den Tieren die Chance auf Genesung nicht zu verwehren, denn diese Attacken sind vorübergehen und danach geht es den Tieren wieder gut und sie können ihr gewohntes Leben weiterführen.
    Diese Erkrankung sieht übel aus und es ist schwer zu ertragen, sein Tier in einer solch hilflosen Situation zu ertragen, aber die Symptome beruhen überwiegend auf Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.
    Dieser Blog-Artikel soll helfen, den Tieren eine faire Chance zu geben, ohne dass Tierarzt und Besitzer gleich zum Äußersten greifen, da dies eben absolut nicht erforderlich ist.

  • #110

    Anke Höppner (Mittwoch, 19 April 2017)

    Meine Hündin torkelt und bricht zusammen, hat aber keinen schiefen Kopf dabei. Die Anfälle sind nie lang aber seit Wochen immer mal wieder. Sie erholt sich sehr schnell und ist dann wieder die Alte. Manchmal hat sie tagelang nichts und plötzlich gehts dann wieder los. Sie ist 10 Jahre und ein Bernersennen-Labradormix. Kommt das auch vor oder hat sie was mit dem Herzen?

  • #111

    Dr.Bettina Reuter (Mittwoch, 19 April 2017 16:37)

    Hallo Frau Höppner,
    das klingt nicht nach Vestibularsyndrom. Eher nach einer Synkope o.ä. https://www.tierarzt-bergisch-gladbach.de/2015/08/21/ohnmachtsanfall-synkope-beim-hund/
    Bitte unbedingt tierärztlich abklären lassen.

  • #112

    Brigitte (Mittwoch, 03 Mai 2017 23:51)

    3.5.2017. Ich bin auf dieser Seite gelandet, weil eine mitfühlende Frau mir etwas vom Vestibular-Syndrom sagte. meine Hündin Lilly, geschätzte 15 Jahre alt, ehemals Straßenhund in Spanien, hatte die geschilderten Symptome, die mich in entsetzliche Sorge um sie versetzte. Nystagmus, taumeln, fallen, übergeben, Urin konnte nicht mehr gehalten werden, Futterverweigerung, zum Teil habe ich mit einer Spritze(ohne Nadel) Flüssigkeit ins Mäulchen gegeben, damit sie wenigstens nicht austrocknet. Nach dem Tierarztbesuch, bei dem sie Kortison mit Vitamin B bekam, wiederholt nach 24 Stunden, ist sie sehr langsam zum Saufnapf gelaufen und hat endlos lange getrunken, das macht sie heute noch, denn sie bekommt noch immer Kortison(in Tabletten). Begonnen hatte alles am 20.4. aus heiterem Himmel. Nun bin ich unendlich erleichtert, nachdem ich die Berichte gelesen habe. Morgen werde ich mit dem Tierarzt besprechen, das Kortison abzusetzen und dann Hilfe bei meiner Homöopathin suchen.Lilly ist übrigens fast wieder die alte, sie kann mich fixieren,was vorher wegen des Nystagmus nicht möglich war, hat endlich auch wieder Appetit und alles bleibt drinn.Inkontinent ist sie auch nicht mehr. Ja, ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß Ruhe, Kuscheln und viel Schlaf ganz wichtig für eine Genesung sind.Ich habe natürlich auch die "Empfehlung" sie einzuschläfern bekommen, zum Glück nicht von meinem Tierarzt und ganz aus dem Bauch heraus habe ich es nicht getan. Ich wünsche mir sehr, daß die alte Dame mich noch einige Jahre begleitet. Ich bin sehr erstaunt, daß ich noch nie bei meinen vorherigen Hunden, dieses akute Geschehen erlebte ,alle(3) waren aus dem Tierschutz und auch schon älter.DankeFrau Dr. Reuter für die so wichtigen Informationen

  • #113

    Manu (Dienstag, 09 Mai 2017 12:07)

    Gibt es dieses Syndrom auch ohne Kopfschiefstand?
    Bei meinem Boxer traten bis auf die Kopfschiefhaltung und das "sich im Kreis drehen" alle Symthome auf. Zuerst das Stolpern und Torkeln. Dann kamen die ruckartigen Augenbewegungen dazu und das Speicheln. In der Tierklinik wurde Blut abgenommen. Das Blutbild war bis auf eine KLEINE "Entzündung" die im Blutbild zu sehen war unauffällig. Eine kleine Rötung im Ohr. Er bekam eine Infusion und blieb eine Nacht in der Tierklinik. Am nächsten tag waren die Augenbeewegungen weg. Aber bei schnellen Bewegungen, (Umdrehen, Schütteln) torkelt er so als wäre er weich in den Hinterläufen. Manchmal zittern die Hinterläufe auch. Er frisst und säuft sehr gut. Schläft und träumt dabei sehr viel. Jetzt nach 6 Tagen läuft er immernoch wackelig, nachdem er gestern kräftiger erschien. Er bekommt Karsivan, Vitamin B, Antibiotika (falls eine Entzündung vorliegt) und Metacam. Also nachmal meine Frage: Syndrom auch ohne Kopfschiefhaltung möglich?

  • #114

    Dr.Bettina Reuter (Dienstag, 09 Mai 2017 16:26)

    In der Regel ist die Kopfschiefhaltung eines der Leitsymptome bei vestibulären Störungen.
    Es gibt aber natürlich auch andere neurologische Erkrankungen, die nicht vom Gleichgewichtsorgan ausgehen, aber ähnliche Symptome zeigen können.
    Diese Differenzierung kann ein neurologisch versierter Tierarzt aber anhand der Untersuchung treffen.

  • #115

    Manu (Mittwoch, 10 Mai 2017 12:09)

    Danke Frau Dr. Reuter für Ihre promte Antwort. Ohne Ihre Hilfsbereitschaft überstrapazieren zu wollen, möchte ich gerne noch eine Frage an Sie richten. Diese Symtome traten ca. vier Tage nach Beginn der Einnahme eines Antibiotikums namens Clinacin 300. Kann es hier einen Zusammenhang geben, unser Boxer ist leider auch Allergiker. (Futter etc.)
    Vielen Dank.

  • #116

    Dr.Bettina Reuter (Mittwoch, 10 Mai 2017 12:20)

    Einen Zusammenhang zu Clindamycin würde ich für unwahrscheinlich halten.
    Warum hat er das Clindamycin bekommen?

  • #117

    Manu (Mittwoch, 10 Mai 2017 14:21)

    Er hatte aufgrund eines Zusammenpralls beim "Verrückt spielen" mit meinem Mann an der Schulter eine Entzündung. Diese wurde punktiert. Blut und eitrig. Deshalb das Antibiotikum.

  • #118

    Manu (Donnerstag, 11 Mai 2017 17:59)

    Kann auch das Ohr (leichter Schiefstand) betroffen sein?

  • #119

    Dr.Bettina Reuter (Donnerstag, 11 Mai 2017 19:21)

    Sicher, Mittel- o. Innenohrentzündungen sind die wichtigsten Differentialdiagnosen zum Vestibularsyndrom.

  • #120

    Wolfgang mit Noah (Freitag, 12 Mai 2017 09:56)

    Hallo
    Schön das es diese Seite gibt
    Unser dackelmischling Noah fast 12 Jahre
    Hat seit gestern folgende Symptome
    Starker kopfschiefstand, torkeln und starke orientierungsprobleme, fast umfallen, augenflackern und erbrechen.
    Fressen, trincken und Geschäfte verrichten klappt
    Wir sind dann zum TA Diagnose Vestibulares Syndrom und Blut genommen
    Kardinal bekommt er schon ein halbes Jahr
    Heute früh unverändert
    Erwähnen möchte ich noch das er vor 14 Tagen die gleichen Symptome hatte ( augenflackern weiss ich nicht) und diese nach 5 Stunden weg waren
    Wie ist die Situation einzuschätzen und was können wir tun ?
    Danke

  • #121

    Wolfgang mit Noah (Freitag, 12 Mai 2017 10:10)

    Ich meine natürlich karsivan

  • #122

    Wolfgang mit Noah (Freitag, 12 Mai 2017 22:22)

    Hallo
    Bin ziemlich deprimiert
    Heute Abend ist es schlechter geworden
    Konnte kaum laufen und hat auch laut gegeben beim hochheben
    Sind solche Schwankungen normal?
    Über ihre Meinung, Frau Dr. Reuter, wäre ich sehr dankbar
    Mit freundlichen Grüßen

  • #123

    Dr.Bettina Reuter (Montag, 15 Mai 2017 09:27)

    Seien Sie mir bitte nicht böse, aber zu konkreten Patienten kann ich keine Ferndiagnosen abgeben. Das wäre höchst unseriös.
    Solche Fragen müssen Sie wirklich mit dem behandelnden TA besprechen, der ja letztlich auch die Diagnose gestellt bzw. mögliche andere Ursachen ausgeschlossen hat.
    Die Krankheit verläuft natürlich nicht zwangsläufig linear in die eine oder andere Richtung.

  • #124

    Conny (Mittwoch, 17 Mai 2017 15:01)

    Hallo an alle, habe im letzten Oktober geschrieben, das meine beiden Dalmatiner- Mädchen betroffen waren. Beide haben sich komplett erholt , bis heute keine Symptome mehr und sind mittlerweile 15/13,5 Jahre. Bitte gebt nicht zu früh auf.
    Auch wenn es während eines solchen "Anfalls " schlimm für euch und das Tier ist, gebt euch beiden eine Chance. Lg Conny

  • #125

    Kitty (Mittwoch, 17 Mai 2017 15:49)

    Hallo
    Ich möchte euch auch mal von meinem 13,5 jährigen amerikanischer Cocker erzählen ! Bei uns fing es vor Weihnachten letzten Jahres an . Mitten in der Nacht fing es an er wollte aus dem Körbchen und sich auf den Boden legen und schwankt kam nicht mehr hoch (zu diesem Zeitpunkt hab ich noch nicht in die Augen geschaut) hechelt und hat unter sich gemacht während der Autofahrt zum Notdienst dort hat er spritzen bekommen (die wussten auch nicht was es ist weil es ihm schon besser ging ) wahrscheinlich einen Infekt hat man mir gesagt sollte nächsten Tag nochmal kommen dann Nochmal gespritzt es ging ihm wieder richtig gut . Dann zwei Tage später wieder der gleiche Fall wieder nachts ich wieder in der Praxis mit notfalldienst angerufen ( leider hat meine Tierärztin keine norfallsprechstunde) da meinte dieser Tierarzt doch (war wieder ein anderer Arzt ) ja er hätte schon gehört es wäre ja nix gewesen und was er jetzt tun sollte ! Da war ich echt geschockt ich bezahle das doppelte an Geld ( ich ruf ja nicht umsonst an ) wenn es ein Notfall ist dann möchte ich auch dass meinem Hund geholfen wird der Arzt wurde richtig unverschämt und ich hab gemerkt er wollte nicht mitten in der Nacht seinen Schlaf unterbrechen und mir helfen da hab ich zu ihm gesagt ich merke sie wollen mir nicht helfen bleiben sie liegen ! Da würde er böse und hat mich durchs Telefon angebrüllt er müsste erstmal wach werden was mir einfallen würde es wäre ja mitten in der Nacht da hab ich einfach aufgelegt ! Sorry für den halben Roman aber das musste ich mal loswerden ! Jedenfalls hab ich dann in einer Tierklinik hier in der Nähe angerufen den hab ich die Symptome beschrieben der Arzt sagte rollen die Augen ich schaute und tatsächlich die zuckten hin und her ! Vermutlich vestibularsyndrom sagte er kommen Sie vorbei wir gleich hingefahren dort hat er Infusionen bekommen nach ca. 3stunden ging es ihm wieder gut als ob nichts gewesen wäre. Leider leidet er an häufigen kleineren Anfällen die so ca. Im 14 tägigen Abständen kommen die aber nur so ne halbe bis eine Stunde dauern dann geht's ihm wieder gut ! Er bekommt auch Karsivan je eine morgens und abends und dann noch phen pred ein Kortison aber das setzen wir so langsam ab ! Was ihm immer sehr hilft was ich gemerkt habe ich gebe am Anfang von einem Anfall gleich metamizol da war es bisher immer abgeschwächter als ohne Tablette ob es damit zusammen häbgt keine Ahnung aber nach so vielen Anfällen hab ich einiges beobachtet ! Achso was ich noch sagen wollte ich hab mein Hund echt auf den Kopf stellen lassen blutentnahme geröntgt( MRT nicht weil Narkose erforderlich ist )usw aber ich muss sagen solange mein Hund trinkt frisst und normal kot ablässt würde ich ihn wegen sowas nie einschläfern lassen ! Für mich war es auch sehr schwer es ist einfach alles anders ich schlafe nur noch mit Licht lasse ihn nie allein und bin eigentlich immer bereit für den nächsten Anfall es schränkt einen richtig ein aber er hat mir soviel Freude gemacht da hat er es auch verdient !!!!!
    Ich wünsche euch allen viel Kraft u d wünsche euch das beste für eure Hunde �
    Viele liebe Grüße
    Kitty mit Knubbel

  • #126

    Vanni23 (Samstag, 20 Mai 2017 23:53)

    bitte ich brauche dringend einen Rat:
    Meine Mopsdame hatte letzten Mittwoch abends einen Schlaganfall, Vestibular Syndrom...sie ist in der Tierklinik, die Ärztin(welche ein wenig unwissend wirkt) redet mich in eine Ecke in die ich nicht will.....sie lenkt mich dazu meine Biene einzuschläfern, weil sie heute 3 1/2 Tage nach diesem Anfall noch keine Besserung zeigt!
    bei einem MRT wurde festgestellt das sie auch einen älteren Schlaganfall hat.....dieser war dann im letzten Jahr, damals hatte sie das Gleiche.
    alle Freunde und Hundebesitzer raten mir meiner Biene mehr Zeit zum regenerieren zu geben, doch die Ärztin erwähnt immer das es nicht gut aussieht....ich bin so hilflos...
    bitte , hat jemand hier Erfahrung damit????
    lieben Dank schon mal....

  • #127

    Dr.Bettina Reuter (Sonntag, 21 Mai 2017 11:00)

    Da muss man jetzt wirklich fein säuberlich unterscheiden, was Ihre Mopsdame denn nun wirklich hat. Ein Vestibularsyndrom oder einen wirklich frischen Hirninfarkt (Schlaganfall).
    Diese beiden Dinge haben nichts gemeinsam und auch unterschiedliche Auswirkungen bzw. Prognosen.
    Einen frischen Infarkt sollte ein versierter Radiologe selbstverständlich erkennen können. Dann müssen die Symptome natürlich auch dazu passen. Hirninfarkte kommen vor, machen aber nicht zwingend schlaganfallähnliche Symptome.
    Niemand kann Sie zwingen, den Hund erlösen zu lassen. Notfalls holen Sie in ab, holen sich eine 2. Meinung u/o. betreuen den Hund zuhause.
    Viele Erkrankungen benötigen einfach eine ausreichende Regenerationszeit (vergleichen Sie das mal bitte mit der Humanmedizin!). So lange Aussicht auf Erfolg besteht, muss man die Flinte auch nicht zu früh ins Korn werfen.

  • #128

    Silke (Sonntag, 28 Mai 2017 07:46)

    Mein Podenco Mix ist nun 14 Jahre und hatte vor zwei Wochen einen Anfall... der aber schnell vorüber ging.
    Das Herz ist in Ordnung, denn ich dachte erst es könnte am Herzen liegen.. Meine TÄ klärte mich über die Durchblutungsstörung im Innenohr auf und somit erhält er nun Karsivan !
    Er hat auch keine Ausfallerscheinungen oder sonstiges !
    Heute bei der ersten Runde merkte ich aber erneut ein leichtes schwanken.. wir hielten an.. ich hielt ihn fest und es ging sehr schnell wieder vorbei.
    Meine TÄ hat mich aber darauf vorbereitet das Spaziergänge nicht mehr länger ausfallen sollten.. an einem Stück HÖCHSTENS 30 Minuten.
    Ansonsten geht es ihm gut.. ich würde mein Tier auch niemals wegen dieser Störung einschläfern lassen.
    Er hat noch Freude und Spaß.. Temperament im Popo (Spanier halt ;-) ) so dass ich ihn ab und an mal ermahnen muß langsamer zu machen !
    Ich hoffe wir haben noch ein wenig Zeit zusammen... 14 Jahre ist ja doch schon ein strammes Alter für einen Podi

    Euch und euren Fellnasen alles Liebe und Gute

  • #129

    Karin (Montag, 29 Mai 2017 06:19)

    Hallo Zusammen,

    Seit Samstag späten Abend zeigt unser 4 jähriger Mops die o.g. Symptome an. Damit sind wir sofort zur Notfallpraxis. Der Arzt meinte es sei ein Schlaganfall. Seitdem haben Sie ihn stationär aufgenommen um ihn mit Infusion zu behandeln.. Gestern war das flimmern an den Augen immer noch da, gegen 10 Uhr kann ich mich wegen seinem jetzigen Zustand erkundigen, ich hoffe so sehr ich kann ihn heute wieder abholen.. � weiss jemand ob irgendwelcher Schaden dadurch bei ihm vorhanden bleiben kann? Jemand mit hilfreichen Tipps hier?
    Lieben Dank für eure Hilfe. Lg Karin

  • #130

    Jennifer (Donnerstag, 01 Juni 2017 22:54)

    Hallo,Tierfreunde, mein liebenswürdiger Wohnpartner, der 16jährige Kater Yogi, hat am 13. Mai das Vestibularsyndrom zum dritten Mal überstanden... Samstag... Diesmal bin ich nicht mit ihm notfallmässig in das entsetzliche Tierspital. Ich hab gedacht, wenn er stirbt, ist er wenigstens zuhause. Er hat sich zwei ganze Tage verkrochen, unterm Bett, im Kabuff und unten im Sekretär, und dann hat er sich erholt. Am Montagabend hat er wieder etwas Katzenpaste schlappern wollen, dann etwas von seinem guten Nassfutter gefressen, das ich ihm online bestelle ; ) und Wasser getrunken. Ich bin so dankbar, inzwischen einen Tierarzt gefunden zu haben, bei dem ich jetzt mit Yogi zu einer Nachkontrolle war, der es - im Ggs. zum Tierspital - fertigbrachte, mir zu erklären, dass die "idiopathische Gleichgewichtsstörung" mit Bluthochdruck und Verdacht auf eine vergrösserte Hypophyse, die man bestrahlen (!) oder auf eine Allergie, die man sonstig "abklären" könnte, einen Namen hat, dass dieser entsetzliche Zustand etwas ist, was auch bei Hunden bekannt ist und vorkommt, und vor allem: dass es meist einfach wieder vorbeigeht.
    Mein armer Yogi lag plötzlich morgens zitternd in seinem Kistchen zusammengebrochen da, als ich ins Bad kam, hatte alles erbrochen und entleert was er im Körper gehabt hatte, Kopf schief, Augenzittern, die Beine trugen ihn nicht mehr, jammervoll. Im Nov. 14 und September 16 war es schon so. Doch nun liegt er wieder neben meinem Keyboard und döst genüsslich; es geht ihm wieder viel besser, sein guter Appetit ist auch wieder da, und es ist keine Nervenkrankheit, keine Epilepsie, kein Hirntumor, kein Infarkt, kein Schlaganfall! Ich hatte erst gar nicht kapiert, wieso man bei so einem dramatischen Totalausfall von einer "Gleichgewichtsstörung" spricht. Wie gut, wenn man mehr weiss und nicht bloss total hilflos ist, wenn der pelzige Kamerad solche Symptome zeigt. LG ---

  • #131

    ANNA (Samstag, 03 Juni 2017 13:08)

    Meine Annie (Dackelmixdame, ca.12/13J.) zeigte vor 3 Tagen auch die Symptome des V-syndroms. Bereits nach 1 Infusion ging es ihr am Donnerstag wieder deutlich besser. Gestern VM zur Kontrolle beim TA - soll noch 2 Infusionen bekommen (3x am Tag ca. 2 Std. laufen lassen) und zusätzlich Tabletten - seit der 1 Infusionsdosis gestern nur noch Verschlechterung, vorallem hechelt sie extrem, auch bekam sie hohes Fieber (40,5), totale Unruhe, zittern + kann nicht mal von selbst aufstehen, kaum Appetit und das Trinken fällt ihr schwer....(zusätzlich steigen die Zuckerwerte...Annie ist Diabetikerin, was das ganze erschwert, vorallem wegen dem Cortison müssen wir stark aufpassen...).... es ist schwer sie so zu sehen - meine TA meint, wir sollten sie nicht lang quälen, will ich auch nicht - andererseits ist da doch noch die Hoffnung bei dem was ich hier lese... wie lange soll man (ich) warten - 1 Tag, 2, 3 oder doch noch ne Woche ? Ich liebe meinen Engel + habe Angst die falsche Entscheidung zu treffen oder auch überhaupt eine zu treffen....

  • #132

    Dr.Bettina Reuter (Samstag, 03 Juni 2017 13:53)

    Setzen Sie bitte unbedingt das Cortison ab. Es hat ohnehin beim Vestibulatsyndrom keinen Zusatznutzen bzw. man kann guten Gewissens drauf verzichten. Es gibt kein Medikament, was die VS beeinflusst. Man kann lediglich die Symptome wie Übelkeit mit Medikamenten lindern.
    Bei einem Diabetiker sollte man sehr vorsichtig sein und nur bei absoluter Indikation Cortison einsetzen.
    es wäre auch zu kären, ob es Fieber ist oder eine Hyperthermie wie sie z.B. durch sehr starkes Hecheln auftreten kann.
    Wie gesichert ist denn überhaupt die Diagnose Vestibularsyndrom?
    Die Hunde werden alle besser. Oft nach wenigen Tagen, manchmal aber braucht es aber auch wirklich 1-2 Wochen.

  • #133

    bianka (Dienstag, 06 Juni 2017 18:47)

    Meine Hündin hat Schon den 2 Anfall innerhalb von 4 Tagen
    erst War alles inordnung nur sie lief und tobte wieder viel und gestern abend ging es wieder los
    sie bekommt Vitamine und rimifin

  • #134

    Agnes (Montag, 19 Juni 2017)

    Ich möchte allen Hoffnung machen, deren Hunde am Vestibularsyndrom leiden.
    Im Februar 2016 hatte ich über meine Hündin geschrieben (Beitrag Nr. 21), die im Januar 2016 einen Anfall hatte. Als sie sich vom schlimmsten gerade erholt hatte bekam sie Ende Februar den zweiten, aber nicht so schlimm wie der erste.
    Beim ersten war ich davon ausgegangen, sie gehen lassen zu müssen als ich in die TA-Praxis fuhr. Ich wusste ja da noch nicht was es war, und so dramatisch wie sich das äußerte war ich auf das allerschlimmste gefasst. Doch die TÄ erklärte mir was los war, und dass mein Hund sich sehr wahrscheinlich wieder erholen würde.
    Nach dem zweiten Anfall hatte ich Zweifel und gefragt, wie ihre Prognose aussieht. Sie erzählte mir von ihrem eigenen Hund der ein Jahr brauchte, sich aber vollständig erholt hatte.
    Und so kam es auch bei meiner Hündin.

    Es hat recht lange gedauert, es ging mal besser und mal schlechter. Aber es gab Fortschritte.
    Sie schwankte anfangs beim gehen und fiel oft um, wenn sie sich schüttelte. Kein schöner Anblick, aber sie stand jedesmal wieder auf und weiter ging es als wäre nichts gewesen. Sie freute sich trotzdem jedesmal wenn es raus ging, fraß begeistert, schnüffelte rum, begrüßte andere Hunde und blieb interessiert an ihrer Umwelt. Auch ihre Geschäfte konnte sie selbstständig verrichten, ohne dabei gestützt zu werden.
    Soll ich den Hund da wegen der Gleichgewichtsprobleme gehen lassen, wenn er sonst keine massiven Erkrankungen oder Schmerzen hat?

    Inzwischen ist mehr als ein Jahr vergangen, und meiner Kleinen geht es gut.
    Meistens merkt man nicht, dass sie jemals etwas hatte. An manchen Tagen hat sie einen unsicheren Gang und schwankt kurz, ist aber ansonsten nach wie vor interessiert und neugierig, frisst wie immer gerne, räumt Mülltüten aus, liebt es raus zu gehen, ist verschmust und verspielt, alles wie gehabt.
    Einiges geht halt langsamer als früher, hin und wieder erscheint sie etwas tüddelig - aber sie ist eine alte Dame, da ist das doch völlig normal. Für mich und die Tierärztin jedenfalls kein Grund, den allgemein vitalen Hund einzuschläfern.

    Zum Beitrag Nr. 108 von Nadine will ich sagen, dass es mir leid tut, dass ihr Hund gehen musste. So eine Entscheidung macht sich wohl niemand leicht. Aber ich finde es anmaßend und unfair, andere Menschen, die ihrem Tier eine Chance geben, als Egoisten zu bezeichnen.
    Warum sollte man seinen Hund nicht mit einem Geschirr unterstützen, das ihm hilft sich fortzubewegen? Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen gibt es auch Krücken und Rollstühle - haben die deshalb keine Lebensqualität mehr?
    Jeder muss diese Entscheidung selber nach persönlichem Ermessen treffen. Dafür würde ich auch niemanden verurteilen. Hätte ich damals einen anderen Tierarzt gehabt der pessimistischer gewesen wäre, wer weiß ...?!

    Aber ich bin so froh, dass bei uns damals die Tierärztin so zuversichtlich war, mir Mut und Hoffnung machte, und das Thema "gehen lassen" keine Sekunde im Raum stand.
    Mein Hund hat definitiv Lebensfreude, trotz und mit dieser inzwischen nur noch leichten Beeinträchtigung. Sie ist ein alter Hund mit 16 Jahren, aber ohne starke Behinderungen oder gar Schmerzen. Sie bekommt täglich eine Tablette für ihr Herz und eine Karsivan für die Durchblutung. Das ist alles, und nun wirklich nichts verwerfliches.
    Ich beobachte sie sehr intensiv um früh genug zu merken wenn etwas nicht stimmt und wäre die letzte, die ihr Leben um jeden Preis verlängern wollte, wenn sie sich in irgend einer Weise dauerhaft quälen würde!
    Aber zwischen dauerhaft quälen und einer etwas schwierigen und anstrengenden Zeit der Rekonvaleszenz besteht doch ein gravierender Unterschied.

    Also, allen die es aktuell mit ihren Tieren durchstehen müssen: habt Geduld, es kann unter Umständen länger dauern, bis sie sich erholt haben.
    Seid für sie da, seid aufmerksam und liebevoll mit ihnen, besprecht euch mit dem Tierarzt, gönnt ihnen Ruhe und gebt ihnen alles was sie benötigen. Und lest alles über das Thema was ihr finden könnt.
    Aber schmeißt nicht zu früh das Handtuch, schon gar nicht in den ersten Tagen oder Wochen, wenn es tatsächlich "nur" ein Vestibularsyndrom ist und nicht andere schwerwiegende Probleme bestehen. Lasst das deshalb auf jeden Fall sofort vom Tierarzt abklären, der Hund oder Katze gründlich untersucht und eine Diagnose stellt!

    Ist jedenfalls meine Meinung und meine persönliche Erfahrung, die ich hier äußere.
    Alles Gute für Euch und Eure Lieben! :-)

  • #135

    Winfried (Sonntag, 25 Juni 2017 12:12)

    Hallo!
    Bei meiner Hündin passierte es 14 Tage vor ihrem 16. Geburtstag. Sie fiel um und hatte den Kopfschiefstand, war vollkommen orientierungslos. Zum Glück traf ich auf einen erfahrenen TA, der sofort das Vestibularsyndrom diagnostizierte. Er gab mir Vitofyllin Tabletten, die ich Lea morgens und abends geben sollte. Ihr Zustand besserte sich innerhalb 14 Tagen enorm. Anfangs lief sie oft im Kreis. Das wurde auch von Tag zu Tag besser. Momentan geht es ihr gut und dem Alter entsprechend. Ich hoffe, dass ich sie noch lange bei mir haben kann, denn ich habe sie, seit sie 11 Wochen alt ist. Wichtig ist, keine Panik zu kriegen, denn alles braucht seine Zeit. Der Hund muss vor allem mit der Situation fertig werden. Also alle, denen das gleiche widerfährt, kann ich nur raten, Geduld zu haben. Es wird schon wieder!

  • #136

    Beate (Montag, 26 Juni 2017 15:06)

    Erste Hilfe vor Ort - Akupressur
    Ich kannte dieses Syndrom noch nicht, bis es vorhin - ganz plötzlich bei unserem Hovawart-Rüden (9 Jaher alt) auftrat - während der Mittagsrunde, ca. 3 km von zu Hause entfernt.Vorher überhaupt keine Anzeichen, noch nie. Der Verlauf war entsprechend der Beschreibung - Kopf schief halten, unsicherer Gang, torkeln wie betrunken, umfallen.
    Ich bekomme nicht so schnell Panik und meine Intuition war zuerst Schlaganfall (mit Fragezeichen?), dann: das Gleichgewichtsorgan schlecht durchblutet? Da ich weiß, dass in der Ohrmuschel und im Ohrlappen sehr viele wichtige Akupunkturpunkte liegen, habe ich ca. drei Minuten die Ohren massiert, leicht geknetet, auch an der Ohrbasis etwas gezogen - ca. drei Minuten lang.
    Danach konnte der Hund wieder aufstehen und selbständig gehen - bis nach Hause. Zuerst etwas unsicher, dann hat er wieder an der Leine gezogen, konnte auch im Bach etwas trinken.

    Zu Hause konnte er das Mittagessen nehmen - ich koche selber - es gab Basmatireis mit Fenchel - dieses Mal dann eine kleine Portion. Es ist ihm gut bekommen, hat mit Appetit gegessen, scheint alles wieder ganz normal zu sein. Ich werde ihn noch ein paar Tage genau beobachten und keine Treppen alleine gehen lassen.

  • #137

    Gaby mit Jacky (Mittwoch, 28 Juni 2017 14:38)

    Mein Mischling Jacky hatte letzte Woche seinen ersten Anfall. Sehr schlimm. Konnte nicht mehr aufstehen und traute sich auch mit Hilfe nicht. Dachte erst an Hitzschlag oder Schlaganfall. Habe dann meinen Tierarzt angerufen, da die Sprechstunde erst Nachmittags wieder los ging. Er wusste aber sofort nach Schilderung der Symptome, um was es sich handelt und ich war etwas beruhigt. Jacky wiegt 30 kg und wir hatten zu zweit alle Mühe, ihn ins Auto und beim Tierarzt wieder raus zu bekommen. Verständlich, ich hatte selbst schon Probleme mit dem Gleichgewichtsorgan. Einem Menschen kann man erklären, was da vorgeht aber einem armen, total desorientiertem Tier? Er bekam eine Spritze und Infusion. Zehn Tage muss er Tabletten nehmen. Was mich total überraschte, der Tierarzt hat mir genau erklärt, was ihm evtl bleiben könnte. Kopfschiefhaltung, umkippen usw. Obwohl der Anfall wirklich schlimm war konnte er Abends wieder laufen als wäre nie was gewesen. Trotzdem werde ich mich beraten, weiterhin diese Tabletten oder homöopathische Medikamente zu geben. Es lässt sich nicht vermeiden, ihn allein zu lassen da ich ein paar Stunden arbeite. So hab ich dann ein besseres Gefühl und nicht ständig Angst, er könnte sich verletzen falls es wieder passiert. Gewisse Sicherheitsvorkehrungen habe ich getroffen aber alles kann man nicht voraussehen. Ich hoffe, es bleibt bei dem einen Anfall.

  • #138

    Andrea Pelz-Pemberton (Freitag, 07 Juli 2017 20:31)

    Mein Zwergschnauzer Jacob (13 1/2 Jahre alt) hat gerade die Erkrankung überstanden. Im ersten Augenblick waren wir geschockt und in Panik, aber Artikel wie diese hier haben mir geholfen zu relaxen.
    Als Erstversorgung hat Jacob eine Infusion bekommen, mit einem Mittel gegen Übelkeit, einem Appetitanreger und etw. krampflösendes. Dann alle 24 Std. 1 Tablette "Cerenia" gegen die Übelkeit und 3x tägl. eine Lösung von "Anamirta Cocculus LM6" Gobuli, etw. 20-30 Stk. aufgelöst in 20% Alkohol. Direkt in den Mund spritzen.
    Damit war Jacob sehr rasch wieder ganz der Alte !!

  • #139

    Julia (Montag, 17 Juli 2017 09:47)

    Hallo, mein 15jähriger Borderline Collie hat diese Symptome (Schwindel, torkelnder Gang, horizontaler Nystagmus, Erbrechen), allerdings ohne Kopfschiefhaltung. Gibt es das Vestibularsyndrom auch ohne Kopfschiefhaltung?

  • #140

    Dr.Bettina Reuter (Montag, 17 Juli 2017 12:45)

    Nicht undenkbar, wenn beide Ohren betroffen sind. Es sollte aber immer tierärzttlich untersucht werden, was hinter den Symptomen steckt.

  • #141

    Ute (Donnerstag, 20 Juli 2017 10:35)

    Hallo
    Unser Hund 12Jahre alt hat gestern 3xgebrochen wollte nicht fressen und Schwank sehr beim Laufen so das er sich kaum auf den Beinen halten kann .
    Er hat Schwierigkeiten beim Treppensteigen.
    Einen Tag zuvor stand er auch zittern vor mir und bewegte sich nicht.
    Er hat keine Kopfschiefhaltung. Könnte es aber dieses Syndrom sein?

  • #142

    Dr.Bettina Reuter (Donnerstag, 20 Juli 2017 11:10)

    Das ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht automatisch hoch wahrscheinlich. Es gibt zig Gründe dafür.
    Eine Verdachtsdiagnose kann ich auf diesem Wege nicht abgeben und ich kann Ihnen nur empfehlen, die Problematik bei einem Tierarzt ablären zu lassen.

  • #143

    Ute (Donnerstag, 20 Juli 2017 11:28)

    Danke
    Wir waren gestern beim Tierarzt sie meinte Magen Darm Infekt.
    Haben auch ein Blutbild machen lassen Nieren Leber okay, aber Sie meinte er hätte etwas Blutarmut,wäre aber bei 12Jahren soweit okay.
    Was mich sehr Beunruig das er beim Laufen sehr Schwank und sich kaum auf den Beinen halten kann.

  • #144

    Nadine (Mittwoch, 02 August 2017 11:14)

    Hallo, auch hier möchte ich noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Bericht sagen! Er hat mir bei meinem Kater viel Angst und viel Hilflosikeit genommen.

    Ich habe bei Facebook die Tage eine Vestibularsyndrom Gruppe gegründet für Menschen dessen Katzen mit dem Vestibularsyndrom zu kämpfen haben/hatten. Selbstverständlich sind auch Hundehalter sehr sehr herzlichen willkommen. Es wäre so schön wenn wir uns alle gegenseitig helfen und austauschen könnten.

    Ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich den Link hier einmal einstelle? Wenn nicht dann löschen Sie ihn bitte aber ich denke jeder ist dankbar wenn er jemanden hat mit dem er sich darüber unterhalten kann. Egal ob Hund oder Katze.

    https://m.facebook.com/groups/668933093298187

    Ich würde mich auch sehr darüber freuen wenn auch Sie dazu kommen wollen Frau Dr. Reuter :)

  • #145

    Nadine (Mittwoch, 02 August 2017 11:17)

    Ich noch einmal, (#144) die Facebook Gruppe heißt

    Vestibularsyndrom Katze / Kater - Vestibular-Syndrom - Katzenkrankheit

    https://m.facebook.com/groups/668933093298187

    Wie gesagt, auch Hundehalter sind herzlichen Willkommen :)

  • #146

    Gudrun (Mittwoch, 02 August 2017 17:30)

    Mein Zwergschnauzer 13,80Jahre hatte mitte Mai den ersten Anfall. Mir ging es so wie hier beschrieben, bin heulend zum TA. Es ist so schlimm, mitansehen zu müssen, das nichts mehr geht. Aber die TÄ sagte, so schnell geben wir nicht auf. Ich habe Anton 14 Tage aus der Hand gefüttert, trage ihn alle Treppen hoch und gehe nur noch max. 2 km mit ihm. Er ist halt sehr langsam und schnüffelt sich fest. Für Runden von früher 20 Minuten, brauchen wir oft eine Stunde. Er bekommt auch die Blutverdünner. Nun war es am WE sehr heiß und seit Montag bemerke ich wieder verstärkt das Torkeln, die Kopfschiefhaltung und auch das Orientierungslose umherlaufen. Mein Hund ist immer bei mir ( er kann mit zur Arbeit ) und das beruhigt mich sehr. Er konnte noch nie alleine bleiben ( war mein Fehler, habe es falsch gemacht) aber jetzt ist es noch schlimmer geworden. Er tut mir so leid und mein Herz verkrampft, wenn er so orientierungslos umhertorkelt, aber gehen lassen kann ich nicht. Er hat keine Schmerzen, schnüffelt und möchte auch immer mit mir gehen. Das Fressen ist total nebensächlich geworden, ich muss ihn überreden und erst mit der Hand anfüttern. Ich glaube, für mich ist es schlimmer als für Anton und ich weiß ich muss Geduld haben. Tröstend ist, dass es allen anderen hier auch so geht. Dieser hilflose Blick ist das Schlimme. LG Gudrun

  • #147

    Sabine Held (Dienstag, 22 August 2017 06:35)

    Ich habe so viel hier gelesen . Unsere 14 Jahre alte Hündin hat alle hier beschriebenen Symptome . Es macht uns Angst und ich stelle es mir so vor, als würden wir Achterbahn fahren. Soll ich das wirklich über evt. Monate meinem alten Tier antun?? Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren einen großen alten Hund so leiden zu lassen. Ich kann aber auch nicht einfach eine Entscheidung treffen, sie gehen zu lassen. Eines aber weiß ich sicher. Leiden lassen das geht überhaupt nicht. Wir werden sehen, wie es weiter geht. Ich drücke allen die Daumen. Ich bin seht traurig und die anderen 2 Nasen merken was los ist. Man ist so hilflos und alleine!!

  • #148

    Gaby mit Jacky (Dienstag, 22 August 2017 21:33)

    Hallo Sabine. Hab grad deinen Eintrag gelesen. Ich hab meine Erfahrungen als 137 Eintrag geschrieben. Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen. Mein Hund hat sich überraschend schnell erholt und hatte seitdem keine Probleme mehr ( ausser seinen altersbedingten Baustellen). Allerdings hätte ich ihm nicht wochenlang zusehen können. Jeder muß für sich selbst entscheiden, was er seinem Tier zumuten kann. Jedes Tier ist nun mal anders. Viele mögen mich deshalb verurteilen aber wenn sich bei meinem Hund nach Wochen immer noch keine Besserung eingestellt hätte, wäre für mich nur eine Entscheidung in Frage gekommen, ihn zu erlösen. Ich stand aus anderen Gründen schon vor dieser Entscheidung und er hat es immer wieder gepackt. Ich hatte immer das Gefühl, er schafft das. Aber er ist trotz seines Alters noch sehr aktiv und wenn er selber nicht mehr aufstehen oder laufen kann, wäre das für ihn die Hölle. Hör auf deinen Bauch und beobachte deinen Hund. Ob da was dran ist weiß ich nicht aus eigener Erfahrung aber andere Hundebesitzer sind oft der Meinung, der Hund zeigt wann er nicht mehr kann. Meiner wollte bisher immer noch und ich bin sehr froh. Aber wie du geschrieben hast, leiden lassen weil ich nicht loslassen kann, kommt für mich nicht in Frage.

  • #149

    Annett (Montag, 04 September 2017 21:52)

    Hallo an alle betroffenen und mitleidenden Hundebesitzer!
    Nachdem unser 12 jähriger Mischlingsrüde am gestrigen Sonntag Abend eine schlimme Gleichgewichtsstörung erlitt, bei der wir uns nicht zu helfen wussten, da er auch in seinem ganzen Verhalten komplett gestört war, bei dem er unter anderem er auch den Urin nicht halten konnte, suchten wir umgehend eine Tierklinik auf. Dort wurde uns zu einem MRT geraten, um mögliche Ursachen feststellen zu können. Da diese sehr kostenintensiv sein sollte, baten wir uns Bedenkzeit aus, da wir das ganze auch erst einmal für uns verarbeiten mussten.
    Es wurde uns,als Sofortmaßnahme empfohlen, den Kasper eine Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufes zu geben und ihn zur Beobachtung dort zu lassen. Dafür entschieden wir uns dann auch, weil uns die medizinische Betreuung über Nacht sehr sinnvoll und sicherer erschien.
    Außerdem wurde gleichzeitig noch eine Blutprobe entnommen und diese auf Auffälligkeiten untersucht. Dahingehend konnte nichts festgestellt werden.
    So fuhren wir dann schweren Herzens und mit tausend Fragen im Kopf nach Hause. Wir waren wie gelähmt und haben versucht, klar über das Für und Wieder nachzudenken und noch ein paar Informationen zu erlangen.
    Daraufhin bin ich zum Glück auf diese Seite gestoßen � und ich muss allen herzlichen Dank sagen für ihre Erfahrungsberichte!!! Wir haben darauf alles sehr viel klarer und optimistischer gesehen und uns dazu entschieden, den Kasper wieder nach Hause zu holen und zu schauen, wie sein Zustand sich bessert, auch wenn es sehr ungewiss war, wie lange es dauern könnte.
    Heute Morgen bin ich dann extra noch einmal bei unserer Tierärztin gewesen, um mir da noch einmal zusätzlich Rat zu holen.
    Auch das hat mir sehr geholfen!
    Daraufhin bin ich dann zur Tierklinik gefahren, um zu erfahren, wie es dem Kasper ergangen ist und wie sein Zustand momentan ist.
    Was muss ich sagen - auch jetzt, nachdem der Kasper seit 4 Stunden wieder bei uns zu Hause ist- erscheint es uns allen wie ein komplettes Wunder - bis auf extreme Müdigkeit, ist er tatsächlich wieder der alte, auch wenn man immer noch ständig beobachtet, ob da Auffälligkeiten wären.
    Das hatte ich nicht zu hoffen gewagt, das uns dieses Glück widerfährt!!! Wir sind so froh und dankbar!!!
    Unser zäher kleiner Kerl wird uns hoffentlich noch ein paar Jahre schöne, gemeinsame Jahre bescheren!
    Außerdem gilt unser Dank der Tierklinik Ilversgehoven für ihre schnelle und für unserer Meinung nach, fachkundige Beratung und Betreuung!!!
    Danke auch unserer Tierärztin für die hilfreichen und beratenden Worte!!!
    Der Schreck sitzt uns noch sehr in den Gliedern, aber wir bleiben zuversichtlich und optimistisch!

  • #150

    claudiadroege62@web.de ; sel.kroehnke@web.de ; l.kroehnke@web.de (Freitag, 08 September 2017)

    ...unsere Nelly leidet derzeit unter dieser Krankheit, die jetzt medikamentös behandelt wird. Ich hatte schon befürchtet, die Tierärztin, Frau Dr. K. Fluck würde vorschlagen, sie einzuschläfern....
    Liebe Grüsse, Papa Chr.

  • #151

    Jörg Schlapkohl (Sonntag, 10 September 2017 13:05)

    Danke für Ihren Bericht.
    Mein Buddy 13,2 Jahre er ist ein Malinois hatte am Montag genau Ihre Beschreibung.

    Wenn es nach der Tierklinik geht wäre er jetzt Tot.
    Aber ich habe ihn aus der Klinik geholt und wollte Abschied nemmen. Um mich abzulenken habe ich in Internet nach Hilfe gesucht, da bin ich dann auf Ihre Seite gekommen. Hatte mir alles durchgelesen. Alles hat genau gepasst.
    Machte mich sofort an die Arbeit.
    Habe erst ein mal seine Gelenke wieder beweglich gemacht da diese bereits Steif waren.
    Dann alle Muskeln und die Wirbelsäule Massiert.
    Dann die Augen nerven Massiert und die Ohren und Gehörgang von aussen Massiert. Züsetzlich habe ich mir Endzündungshemde Schmerzmittel gegen Bakterien und Milben in den Ohr geholt.
    Am nächsten Tag War das Augen Problem bereits weg ein paar Stunden später die schräg Haltung des Kopfes einfach weg. Bis hier her könnte Buddy nur mit Hilfe laufen, aufstehen ging garnicht.
    Wieder ein Tag später konnte er wieder laufen wieder ein paar Stunden später konnte er auch von alleine Aufstehen. Nun Taumelt er nur noch und wenn er sich schüttelt gibt er noch um. Heute ist Sonntag und es ist fast alles werde ok. Am Montag werde ich ihn alleine auf der Wiese laufen lassen damit er sich selbst einschätzen kann was geht und was nicht. HOFFE DAS ER AM MITTWOCH WIEDER DER ALTE IST.
    Danke Jörg

  • #152

    reik (Donnerstag, 21 September 2017 00:00)

    englische bulldogge 9j.

    bei mir genau das gleiche, wenn es nach der tierklinik ginge, wäre auch die spritze ratsam.

    noch im notdienst da gewesen für eine fehldiagnose, mir standen schon die tränen in den augen.
    wo ich meinte, wenn tag x käme, ob dann jemand vorbei kommen würde. eher schlecht die antwort.ich sollte kommen und wenn ich was für die steuer brauche, stellen sie mir gerne was aus.
    aber dank dr. google ;-) fand ich das hier.
    ta gewechselt und jetzt bekommt er erstmal vitamin b gespritzt.
    bei meinen begann es vor zwei tagen und jetzt bekam er es wieder. mal sehen wo die reise hin geht. schlimm finde ich bei meinen, es dauert ewig eher er zur ruhe kommt, läuft viel hin und her.

  • #153

    Verena (Freitag, 22 September 2017 16:47)

    Dies trat heute urplötzlich auch bei meiner bald 15 jährigen Lady ein. Der Tierarzt kam zu uns, sie nannte es auch Schlaganfall, und spritzte ihr Kortison. Ist das wohl nötig? Nachdem sie erst erbrochen hatte schläft sie seither. Danke für die Antwort

  • #154

    Dr.Bettina Reuter (Freitag, 22 September 2017 17:32)

    Wenn es ein geriatrisches Vestibularsyndrom ist, dann gibt es keine ursächliche Behandlung, weil die Ursache nicht bekannt ist.
    Man behandelt in erster Linie die Symptome. Den Tieren ist meist übel und deswegen erbrechen sie. Also versucht man Ihnen die Übelkeit zu nehmen.
    Ob Cortison einen positiven Effekt hat ist eher fraglich, da vermutlich keine Entzündung vorliegt.

  • #155

    Sabine (Sonntag, 01 Oktober 2017 09:15)

    Unser Morti, 10 Jahre alter Airedale Rüde hatte jetzt 2 Anfälle innerhalb von 2 Monaten. Nachdem mit Röntgen und MRT alle Tumore ausgeschlossrn wurden - bei ersten Anfall gab es Cortison und Vit B, haben wir jetzt auf Karsivan und vit b und während des Anfall eine Novalgin umgestellt. Bisher war es nach 2-3 Stunden immer wieder vorbei. Im Moment hat er gerade den dritten Anfall. Ich hoffe es läuft auch wieder so ab...

  • #156

    Dr.Bettina Reuter (Sonntag, 01 Oktober 2017 14:37)

    Hallo Sabine,
    Ein Vestibularsyndrom ist keine "Anfallserkrankung" und tritt in der Regel auch nicht mehrfach auf. Es ist auch nicht nach ein paar Stunden vorbei. Vermutlich handelt es sich um ein ganz anderes Krankheitsbild.

  • #157

    Lily Oster (Mittwoch, 11 Oktober 2017 20:33)

    Meine 16 jährige Bearded-Collie Hündin hat es gestern Abend getroffen. Fing an als sie die Treppen nicht mehr gut hoch bzw runter kam und beim Gassi gehen torkelte und fiel. Über den Abend hinweg wurde es schlimmer mit starkem Augenbewegen und dreimaligem Übergeben. TA kam heute morgen und hat sie mit B12 und Spritze versorgt.
    Es ist leider bis heute abend keine wirkliche Besserung eingetreten, sie hat wenig Appetit, trinken tut sie gut, kann jedoch nicht aufstehen geschweige denn gehen. Habe das Gefühl sie tut sich selber gerade ein wenig leid.
    Habe Angst das keine Besserung eintritt, sie war bis jetzt komplett gesund und fit wie ein Turnschuh.
    Bin ich einfach zu ungeduldig und es kommt noch eine Besserung?

  • #158

    Manu (Samstag, 14 Oktober 2017 15:57)

    Meine Hündin (Malteser, 12 Jahre), musste leider am 28.5.2017 auf Anraten des Tieraztes hin eingeschläfert werden. 
    Sie hatte schon seit längerer Zeit Herzgeräusche und wurde mit Furosemid und Cardisure behandelt. 
    Außerdem vermutete man Epliepsie, die nicht behandelt wurde da die Anfälle selten waren und sich das Luminal nicht mit dem Herzmedikament vertrug.
    Im September 2016 hatte sie beim Spaziergang (es war ziemlich warm) plötzlich Gleichgewichtsprobleme, fiel zur Seite um und musste getragen werden. Daheim lag sie eine ganze Zeit zitternd und hechelnd auf der Seite und konnte nicht aufstehen. Auf Reize reagierte sie, sie war also nicht weggetreten. Das Ganze wiederholte sich am folgendenTag und auch im Oktober 2016 noch einmal.
    Vor und nach dem Anfall ging es ihr prima, sie konnte laufen, hatte Appetit, war klar, ging spazieren, rannte und wirkte wie ein absolut gesunder Hund.
    Am 30.4.2017 kam es beim Spaziergang (wieder ein warmer Tag) erneut zu einem solchen Anfall. Sie hatte bei einer Rast auch gegessen.
    Ich musste sie bis heim tragen, wieder überstreckte sie den Hals und lag anschließend noch 2 Stunden hechelnd und sich windend im Körbchen.
    Diese Anfälle kamen von dem Tag an regelmäßig, nach Anstrengung, nach dem Essen, aber auch so. Meist ein Anfall pro Tag, morgens oder abends. Meist fing es damit an, dass der Kopf schwankte, dann kam das nicht mehr Laufen können und das Hecheln.
    Man merkte, dass sie Hunger hatte, so nahm sie zB das Futter in den Mund, legte es dann aber wieder ab, oder sie aß mehrere Stücke Futter nacheinander, drehte dann aber das Köpchen weg, so als sei ihr schlecht.
    Am 17.05. war der Anfall abends dann so schlimm, (hecheln, zittern, schwanken, fiepsen) dass ich in die Tierklinik fuhr.
    Dort diagnostizierte man das Vestibularsyndrom und behandelte mit Antibiotika, Vitofullin, Infusion. Anschließend wurde das AB noch zu Ende gegeben, das Vitofullin, Ginko und Vitamin B sollten helfen. Leider zeigte sich keine Verbesserung. Ab hier war zusätzlich noch eine Kopfschiefhaltung vorhanden, die Anfälle wurden nicht weniger. 
    Meist war es so, dass es der Kleinen morgens nach dem Aufstehen recht gut ging, sie konnte laufen (sogar vom Bett springen) und wenige Zeit später (ohne große Anstrengung, meist nach der Tablettengabe mit Wurst) fing das Wanken mit dem Kopf wieder an, danach wieder das Taumeln, hecheln etc.
    In meiner Verzweiflung habe ich Rücksprache mit der Tierklinik gehalten und war ebenso noch bei einer weiteren Ärztin.
    Tierklinik: Das kommt wahrscheinlich vom Ohr. Das Herz wurde von der Tierklinik nicht in Betracht gezogen, obwohl bekannt war, dass sie Tabletten bekommt, hier konzentrierte man sich wie gesagt auf das Ohr in Verbindung mit dem Vestibularsyndrom.
    weitere Ärztin: wahrscheinlich etwas im Kopf - Cortisonspritze + Tabletten. Das Ohr wurde auch hier untersucht, jedoch schien es äußerlich in Ordnung, der Hund zeigte bei der Untersuchung auch keine Schmerzreaktion. Das Herz wurde als unwahrscheinlich erachtet, da es der Kleinen ja morgens gut ging und kein Herzhusten bemerkt wurde. Laut ihr hätte gerade morgens durch Wassereinlagerungen eher eine Problematik auftreten müssen
    Die behandelnde TÄ: Auch sie tippte auf einen Prozess im Kopf, da gerade auch die Lageänderungen in Bewegung und nach dem Aufstehen dazu führen könnten, dass es mal besser und mal schlechter sei. Das Ohr hielt sie für unwahrscheinlich, da die Kopfschiefhaltung erst später kam, ähnliche Anfälle bereits letztes Jahr existierten und der Hund sich durch das AB nicht verbessert hatte. Das Herz hielt sie für unwahrscheinlich, da sie von daher solche Anfälle nicht kannte, nur dass der Hund dann `mal umfällt`oder ohnmächtig wird. Auch den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Schwindel konnte sie sich nicht erklären, denn die Blutwerte waren in Ordnung, womit die Leber ausschied.
    Am 26., 27. und 28. 5 ging es ihr wie gehabt nach dem Aufstehen gut, kurze Zeit später folgte dann wieder ein ca 2-3 stündiger Anfall. 
    Der Hund sollte am 28. noch einmal geröntgt werden, als sie aber beim TA ankam, war sie wieder in einem dermaßen schlechten Zusatnd (hecheln, taumeln), dass hier beschlossen wurde, den Hund zu erlösen. Die Venen waren dabei schon in einer Situation, dass man die endgültige Spritze in den Bauch geben.
    In der Zeit, in der die Anfälle regelmäßig kamen, hat sie viel gelegen und geschlafen und wenig gegessen, von sept bis zum 30. april war sie jedoch topfit.
    Danke.
    Spricht dieser Verlauf ihrer Meinung nach für das Vestibularsyndrom?
    Sie schrieben einem Fragesteller, das sei keine 'anfallskrankheit'.
    Meine kleine hatte aber wie beschrieben fast täglich einen anfall wo sie den Kopf gewunden hat, hechelt und die Augen flackern...
    Danke für Ihre Mühe.

  • #159

    Dr.Bettina Reuter (Samstag, 14 Oktober 2017 18:00)

    Ich werde mich hüten, anhand dieser Aussagen eine Diagnose zu stellen, aber in meinen Augen ist ein idiopathisches Vestibularsyndrom in diesem Fall ziemlich unwahrscheinlich.
    Ihr Hund zeigte ja anfangs gar keine passende Symptomatik und erst später eine Kopfschiefhaltung. Und auch nicht jede Kopfshiefhaltung mit Augenflackern ist auf diese Art von Vestibularsyndrom zurückzuführen. Es gibt auch andere Formen, die andere Ursachen und Verläufe haben.
    Wie gesagt würde ich von der Beschreibung her kein Vestibularsyndrom in Betracht ziehen, weil es eben nicht mit "Anfällen" einhergeht.

  • #160

    Manu (Samstag, 14 Oktober 2017)

    Zunächst einmal vielen Dank für Ihre Antwort. Ich weiß, dass Sie keine Ferndiagnose stellen können, jedoch ist jede Einschätzung wertvoll für mich. Ich habe leider kein mrt machen lassen, da die Kleine schon einmal während einer OP frühzeitig aus der Narkose geholt werden musste, weil es Probleme gab. Und seither quäle ich mich mit dem Gedanken, dass es vielleicht doch heilbar war.
    Trotzdem Danke.

  • #161

    Manu (Samstag, 14 Oktober 2017 20:31)

    Darf ich trotzdem noch fragen, ob es zb für ein zentrales oder peripheres vs charakteristisch ist, dass es diese anfälle gibt?
    Vielen Dank.

  • #162

    Dr.Bettina Reuter (Sonntag, 15 Oktober 2017 11:21)

    Vestibulärerkrankungen treten meistens akut auf! Zentrale Vestibulärerkrankungen können durch Tumore des Hirnstammes und Kleinhirnes, Gehirnentzündungen, Metronidazolvergiftungen, Trauma, Thiaminmangel und Infarkten ausgelöst sein.
    Bei Gehirnerkrankungen kann es immer zu epileptiformen Anfällen kommen. Die Frage wäre ja zu klären, um welche Art von "Anfällen" es sich gehandelt hat. Viele Besitzer beschreiben Symptome, die eben immer wieder plötzlich auftreten auch als "Anfälle", Dies können Schmerzattacken oder eben tatsächlich zentralnervöse Symptome sein. Leider bekommen wir Tierärzte diese "Anfälle" oft nie live zu sehen, was es schwierig macht, das Problem zuzuordnen.
    Ob es bei Ihrem Hund nicht doch ein kardiales Problem war steht leider in den Sternen, da es niemand untersucht hat. Wurde mal ein EKG und Herz-Ultraschall gemacht. Vielleicht hatte ihr Hund Rhythmusstörungen und daher immer wieder Sauerstoffmangel o.ä. Das hätte man in jedem Falle gerade zu Beginn der Erkrankung tun sollen.

  • #163

    Manu (Sonntag, 15 Oktober 2017 12:07)

    Leider wurde nichts in der Richtung unternommen, weil keiner der drei Tierärzte das in Erwägung gezogen hat. Ich habe diese Anfälle auch aufgenommen, wenn Sie Interesse haben, kann ich Ihnen das gerne mal schicken.
    Nachdem der starke Anfall mit anschließender Kopfschiefhaltung kam, hatte sie auch zwischen den akuten Anfällen immer mal Probleme mit dem Gleichgewicht, aber auch gute Phasen. Aber halt fast jeden Tag so einen Anfall...
    Wie gesagt: Danke für Ihre Mühe und ein schönes Wochenende.

  • #164

    Lily Oster (Sonntag, 15 Oktober 2017 16:02)

    Update: Es geht ihr wieder besser, kein Erbrechen mehr und sie war auch auf den Beinen die letzten Tage und heute das erste mal 'Gassi' ( vllt 20 Meter).
    Dennoch habe ich das Gefühl das sie der Lebensmut ein Stück weitzverlassen hat.
    Sie war bis vor dem Syndrom immer ein Wirbelwind, hat Ausflüge und Gassi gehen geliebt, von fressen garnicht zu sprechen. Doch jetzt fühlt man sich fast schuldig sie von ihrer Decke zu trennen und zu ermutigen doch ein paar Meter zu gehen.
    Von selber fressen würde sie denke ich nicht, man muss es ihr entweder mit der Hand anreichen oder in unmittelbarer Nähe platzieren, ebenso das trinken.
    Sobald sie einige Meter gegangen ist fängt die an zu hecheln ( Anstrengung? ; Stress? ) .
    Man muss bedenken das sie Silvester schon 17 wird.

  • #165

    Manu (Sonntag, 15 Oktober 2017 20:18)

    @inga78 und diana91:
    Was ist aus euren hunden geworden? Bei euch kam das Ganze ja scheinbar auch 'anfallsartig'....